Wie fiel das Weihnachtsfest im fernen Australien bei 30 Grad aus?
„Na ja, die weihnachtliche Besinnlichkeit hielt sich in der Tat in Grenzen, wenn man am Strand in der Sonne faulenzen kann. Meine Familie besucht mich, aber wir haben keinen Baum und auch keinen Adventskranz. Dafür gab’s Fondue“, muss Fußballprofi Thomas Broich lachen, der sich derzeit auf die nächsten Spiele mit seinem Klub Brisbane Roar vorbereitet.
Und in diesen will der Ex-Kölner und Ex-Gladbacher wieder an die Erfolge anknüpfen, die er mit seinem Klub in 2011bereits hatte.
Was war das für ein Jahr für Broich! Hatte der gelernte Spielmacher in Deutschland oft nicht überzeugen können, so schlug er „Down Under“ voll ein, gewann 2011 mit Brisbane die australische Meisterschaft und wurde zum zweitbesten Spieler der Liga gewählt.
Am 26. November 2011 feierte der 30-Jährige mit dem Klub das 36. Spiel in Folge ohne Niederlage. Damit wurde ein 74 Jahre alter Rekord in den Mannschafts-Sportarten gebrochen.
Wie fühlt man sich jetzt so als Star, Herr Broich? „Ein Star? Als solcher fühle ich mich sicher nicht. Ich bin einfach nur froh, endlich wieder fester Bestandteil einer erfolgreichen Mannschaft zu sein und Spaß am Fußball zu haben.“
Das war zuletzt in Deutschland nicht mehr der Fall. Als er erfolglos beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag stand, litt er am Ende unter einer „Fußball-Depression“, wie er sie selbst im erfolgreichen Film „Tom meets Zizou“ vom Bonner Grimme-Preisträger Aljoscha Pause nannte. In dem wurde die Karriere von Broich begleitet.
„Ich hatte einfach keinen Bock mehr. Es ging nicht. Ich glaube, »bleiern« beschreibt dieses Gefühl am besten. In meinem Umfeld hat die Fußball-Depression keiner mitbekommen. Ich selbst war mir darüber nicht mal im Klaren.“
Heute, in Australien, hat Broich wieder den Spaß am Spiel gefunden und blüht auf. Er fühlt sich privat pudelwohl, schätzt den lässigen Lebensstil der Aussies- und die Vorzüge der wunderschönen Natur.
Brisbane spielt zudem attraktiven Fußball, wird in Anlehnung an den FC Barcelona sogar „Roarcelona“ genannt. Das gefällt dem Techniker, der sich eine Rückkehr in die Bundesliga derzeit nicht vorstellen kann.
„Derzeit halt ich es für äußerst unwahrscheinlich. Ich habe einfach keinen Anlass, über eine Luftveränderung nachzudenken“, sagt der bald 31-Jährige und fragt: „Warum soll ich mein spätes Glück aufs Spiel setzen?“
Broich hat in Australien sportlich auch noch einiges vor - und dies nicht nur in der eher zweitklassigen heimischen Liga: „Seit Bestehen der A-League hat noch keine Mannschaft den Titel verteidigt. Zudem spielen wir ab Februar asiatische Champions League mit Gegnern aus Korea, Japan und China. Das wird mit Sicherheit noch mal eine spannende Sache.“ Und klingt schon wieder mehr nach großem Fußball - und nicht nur nach Paradies.
Ausgerechnet: Klaus Allofs klaut den Luki!
Die Fortuna versuchte alles um ihren Aufstiegshelden zu halten, doch am Ende reichten alle Bemühungen nicht aus. Assani Lukimya wechselt mit einem Top-Vertrag im Gepäck zu Bundesligist Werder Bremen.
Die drei von der Baustelle
Der FC im Wandel: Mit dem neuen Führungstrio bestehend aus Holger Stansilawski, Jörg Jakobs und Frank Schaefer soll in Köln wieder ehrlicher Fußball gespielt werden. Das Trio steht damit aber vor einer echten Mammut-Aufgabe.
Lukimya wechselt ablösefrei zu Werder Bremen
Wie Fortuna-Manager Wolf Werner dem EXPRESS bestätigte, hat sich Werder Bremen die Dienste des 26-Jährigen ab der kommenden Saison gesichert! Luki wechselt ablösefrei.
Alle Partien werden live kommentiert, Spielzug für Spielzug, einzeln oder als Konferenz. Dazu Aufstellungen und Statistiken: Welches Team hat mehr Ballbesitz, Torschüsse, gewonnene Zweikämpfe?