Empfehlen | Drucken | Kontakt08.02.2010 - 19:27 Uhr

Völler fordert Friedensgipfel: Ex-Teamchef: So kann man nicht zur WM

Von THOMAS GASSMANN
Ex-Teamchef Rudi Völler schaut besorgt auf den Zoff zwischen DFB und der sportlichen Leitung. Der Vizeweltmeister fordert vor der WM einen Runden Tisch.
Ex-Teamchef Rudi Völler schaut besorgt auf den Zoff zwischen DFB und der sportlichen Leitung. Der Vizeweltmeister fordert vor der WM einen Runden Tisch.
Foto: Getty Images
Köln –  

Nichts geht mehr. Bundestrainer Joachim Löw, Manager Oliver Bierhoff und der DFB haben durch den Machtkampf einen Scherbenhaufen hinterlassen. Eine erfolgreiche WM ist nach dem Beben unmöglich.

Jetzt meldet sich Rudi Völler im EXPRESS zu Wort. Der Ex-Teamchef (2000 bis 2004), der Deutschland bei der WM 2002 bis ins Finale führte, sieht das WM-Projekt 2010 ernsthaft gefährdet. Deshalb fordert der Weltmeister von 1990: „Reißt euch zusammen! Es müssen jetzt alle Beteiligten an einen Tisch, um die Angelegenheit zu beruhigen.“

Und Völler glaubt, dass es trotz der Zerwürfnisse (Löw: „Es wird keine Gespräche mehr geben. Ich bin wie vor den Kopf gestoßen, ich bin maßlos verärgert.“) im Sinne des deutschen Fußballs eine Chance einer Annäherung geben wird. „Ich habe lange beim DFB gearbeitet und weiß, dass der Verband alles tun wird, um die Sache vor der WM noch zu bereinigen.“ Das sei auch nötig – denn in dieser Stimmungslage könne man nicht zur WM fahren.

Ob sich Löw, der gestern zu einem Workshop in der Verbandszentrale in Frankfurt weilte, darauf einlässt, ist fraglich. Durch bewusst lancierte Vertragsdetails fühlt er sich zu Unrecht als raffgierig dargestellt. Außerdem: Die Zahlen (ein Jahresgehalt als Bonus für das sportliche Team) seien falsch gestreut worden.

Nach Informationen der SZ und des EXPRESS soll Bierhoff statt der kolportierten sechs Millionen € maximal drei Millionen verlangt haben. Diese Einmalzahlung sei außerdem eine verhandelbare Größe gewesen. Der DFB ließ die Offerte 17 Tage liegen.

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