Nichts geht mehr. Bundestrainer Joachim Löw, Manager Oliver Bierhoff und der DFB haben durch den Machtkampf einen Scherbenhaufen hinterlassen. Eine erfolgreiche WM ist nach dem Beben unmöglich.
Jetzt meldet sich Rudi Völler im EXPRESS zu Wort. Der Ex-Teamchef (2000 bis 2004), der Deutschland bei der WM 2002 bis ins Finale führte, sieht das WM-Projekt 2010 ernsthaft gefährdet. Deshalb fordert der Weltmeister von 1990: „Reißt euch zusammen! Es müssen jetzt alle Beteiligten an einen Tisch, um die Angelegenheit zu beruhigen.“
Und Völler glaubt, dass es trotz der Zerwürfnisse (Löw: „Es wird keine Gespräche mehr geben. Ich bin wie vor den Kopf gestoßen, ich bin maßlos verärgert.“) im Sinne des deutschen Fußballs eine Chance einer Annäherung geben wird. „Ich habe lange beim DFB gearbeitet und weiß, dass der Verband alles tun wird, um die Sache vor der WM noch zu bereinigen.“ Das sei auch nötig – denn in dieser Stimmungslage könne man nicht zur WM fahren.
Ob sich Löw, der gestern zu einem Workshop in der Verbandszentrale in Frankfurt weilte, darauf einlässt, ist fraglich. Durch bewusst lancierte Vertragsdetails fühlt er sich zu Unrecht als raffgierig dargestellt. Außerdem: Die Zahlen (ein Jahresgehalt als Bonus für das sportliche Team) seien falsch gestreut worden.
Nach Informationen der SZ und des EXPRESS soll Bierhoff statt der kolportierten sechs Millionen € maximal drei Millionen verlangt haben. Diese Einmalzahlung sei außerdem eine verhandelbare Größe gewesen. Der DFB ließ die Offerte 17 Tage liegen.
Hurra! Fortuna ist Bundesligist, Berlin steigt ab
8 Stunden und 47 Minuten wurde vor dem DFB-Bundesgericht in Frankfurt verhandelt. Dann verkündete Richter Goetz Eilers nach 80 minütiger Beratung um 22.37 Uhr das Urteil.
Blatter will Elferschießen abschaffen
FIFA-Präsident will über andere Entscheidungen beraten. „Der Fußball ist eine Mannschaftssportart, aber wenn er in Situationen eins gegen eins geht, verliert er sein eigentliches Wesen“, sagte der 76-Jährige in seiner Ansprache.
Fußballbibel-Stunde mit Frank Schaefer
„Was haben der Glauben und der Fußball gemeinsam? Beide Male muss man sich bekennen! Zum Lieblingsverein. Und zu Jesus Christus!“ Autor David Kadel macht eine Pause. Im Saal der Freikirchlichen Gemeinde Köln-West wird es still.
Alle Partien werden live kommentiert, Spielzug für Spielzug, einzeln oder als Konferenz. Dazu Aufstellungen und Statistiken: Welches Team hat mehr Ballbesitz, Torschüsse, gewonnene Zweikämpfe?