89 Tage war Nico Frommer arbeitslos. Zwölf quälend lange Wochen hat er sich im Camp der Vereinigung der Vertragsfußballer fit gehalten.
Dienstag steht der 33-Jährige mit Drittligist Heidenheim wieder im Scheinwerferlicht, will Ex-Klub Gladbach (18 Spiele, 3 Tore 1999/2000) ausschalten.
Herr Frommer, Sie kamen vom FC Arbeitsamt.
Ich war arbeitssuchend gemeldet. Eine nicht so schöne Zeit für Fußballer. Ich habe mich gedulden müssen und bin froh, dass ich einen Verein gefunden habe, bei dem es so gut läuft.
Vier Spiele, vier Tore: Sind Sie ein Serientäter?
Ich habe gute Mitspieler, die legen mir die Dinger so auf, dass ich nicht viel machen muss.
Geht diese irre Serie gegen Gladbach weiter?
Das wäre schön, ein Traum. Aber mir ist es trotzdem lieber, wenn ich kein Tor schieße und wir ins Achtelfinale einziehen würden.
Mit Gladbach flogen Sie 1999 beim Regionalligisten Verl (5:6 nach Elfmeterschießen) raus.
Das habe ich verdrängt. Es wäre aber gar nicht schlecht, wenn jetzt wieder der Underdog gewinnt. Es ist von uns allen hier das Ziel, dass wir für die Fans und die Region ein tolles Spiel bieten und hoffentlich mit einem Sieg eine Runde weiter kommen. Eine kleine Chance besteht und die wollen wir auch nutzen.
Haben Sie noch Kontakt nach Gladbach?
Nein. Aber Rainer Bonhof hat mich damals geholt, mit Max Eberl und Uwe Kamps habe ich noch zusammen gespielt. Ich freue mich auf das Wiedersehen.
Heidenheim ist Ihr 10. Verein. Was lief falsch?
Ich hätte 2000 einen Drei-Jahresvertrag bei Borussia unterschreiben können, dann wäre vielleicht einiges anders gelaufen. Aber ich hatte starke Leute mit Arie van Lent und Toni Polster vor mir.
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