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Ex-FC-Keeper: Roland Müller (24) jetzt auf den Philippinen

Der gebürtige Kölner Roland Müller bei einem Einsatz für den MSV Duisburg.
Der gebürtige Kölner Roland Müller bei einem Einsatz für den MSV Duisburg.
Foto: MSV Duisburg
Duisburg –  

Roland Richard Guaves Müller - ein Name so lang wie der 1,80 Meter große Schlacks. Der gebürtige Kölner steht nicht nur beim MSV Duisburg zwischen den Pfosten, sondern auch bei der philippinischen Nationalelf! Doch egal, wo der Torhüter den Kasten sauber hält: "Ich habe den Dom im Herzen!"

13 lange Jahre war Müller bei "seinem Effzeh". Dort durchlief er alle Jugendabteilungen. Seine Grundschullehrerin hatte ihn damals zum Schnuppertraining bei den Geißböcken geschickt. Das Kind ist sofort begeistert. Wo er spielt, ist klar: "Schon auf dem Bolzplatz hatte ich immer im Kasten gestanden."

Die Heimatstadt nie vergessen

Seine erste Erfolge? "Das habe ich nur meiner Mutter Maria zu verdanken. Sie hat mich als kleinen Jungen quer durch Köln kutschiert, nur deshalb hatte ich trainieren können", so der sichtlich dankbare Müller. Er hat die Zeit nicht vergessen. Auch seine Heimatstadt nicht.

Denn auf den Philippinen erwartet ihn eine andere Welt. 40 Grad Hitze, drückende Luftfeuchtigkeit, Slums aus Wellblech-Hütten. "Das berührt mich sehr“, sagt der 24-Jährige. Er pendelt regelmäßig zwischen Duisburg und dem Inselstaat. Wie er dorthin kam? Eine kuriose Geschichte.

Roland Müller hat gut lachen: Der 24-Jährige ist philippinischer Nationaltorwart.
Roland Müller hat gut lachen: Der 24-Jährige ist philippinischer Nationaltorwart.
Foto: MSV Duisburg

Der Nationaltrainer der Philippinen ist ein Deutscher, Michael Weiß. Das Trainer-Team stellte eine regelrechte "Fahndung" in Europa auf die Beine. Das Ziel: Leute für die Nationalmannschaft zu scouten. „Die haben geschaut, wer spielen könnte. Nach dem Anruf habe ich lange überlegt“, gesteht Müller. Aber irgendwie habe sich das „halt so entwickelt. Im Flieger waren die Zweifel dann weg“, versichert er.

Der "Straßenhund" hat den Dom im Herzen

Jetzt steht er seit etwa 18 Monaten zwischen den philippinischen Pfosten. Das Team wird "Azkals" genannt. Auch ohne Sprachkenntnisse weiß Müller um die Bedeutung des Wortes. "Straßenhunde", sagt der Weltenbummler, "weil wir genauso kämpfen und es dort eben viele Straßenhunde gibt."

Wenn der Goalie auf dem Platz steht, ist der ganze Reise-Stress vergessen. „Bei der Nationalhymne habe ich Gänsehaut und widme das alles auch meiner Mutter. Es erfüllt mich mit Stolz, für das Heimatland der Mutter zu spielen“, sagt Müller.

Doch er denkt oftmals zurück. An seinen FC. Ein Spiel im Leibchen mit dem Geißbock drauf wäre "wirklich fantastisch. 13 Jahre gehen einfach nicht spurlos vorbei", sagt der Kölner. Denn: "Ich habe den Dom im Herzen!"

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