Was für eine Aufholjagd! Werder Bremen erkämpfte sich nach einem 0:2-Rückstand gegen den VfB Stuttgart im Kampf um die internationalen Startplätze noch ein 2:2 und liegt in der Tabelle weiter vier Punkte vor dem direkten Konkurrenten.
Pawel Pogrebnjak und Sami Khedira hatten die Gäste gegen die leicht konfuse Werder-Abwehr in Führung gebracht. Der deutsch-tunesische Mittelfeldspieler haderte dann auch nach dem Abpfiff: „Wir hätten gewinnen müssen, jetzt müssen wir für das Minimalziel Europa League anderswo punkten.“ Denn der eingewechselte Hugo Almeida und Torsten Frings per Foulelfmeter sorgten schließlich noch für den Ausgleich.
Danach hatte es lange nicht ausgesehen, der VfB trat sicher und souverän auf, wobei der zuletzt so erfolgreiche Cacau diesmal auch die besten Chancen vergab. VfB-Trainer Christian Gross sauer: „Wir hatten mehrfach die Chance, das sicherlich vorentscheidende dritte Tor zu schießen.“
In der zweiten Halbzeit drehten die Bremer, die auf Clemens Fritz, Philipp Bargfrede und Peter Niemeyer verzichten mussten, das Spiel dann um. Trainer Thomas Schaaf hatte auf die Mittelfeld-Raute umgestellt, brachte mit Almeida zur Halbzeit einen zweiten und später mit Markus Rosenberg auch einen dritten Stürmer.
Die Stuttgarter hatten zwar nur wenige brenzlige Situation zu überstehen, bis Jens Lehmann mal wieder patzte. Bei Almeidas Tor nach einer Vorlage von Per Mertesacker sah der VfB-Keeper alles andere als souverän aus, beim von Frings sicher verwandelten Elfer war er allerdings chancenlos. Thomas Schaaf war trotzdem nicht zufrieden: „Wir waren zu passiv und sind dafür auch bestraft worden.“
Einer sorgte nach dem Spiel für ein wenig Verwunderung nach seinem Patzer just an diesem Tag. Denn Jens Lehmann (40) erklärte: „Eigentlich plane ich ja, am Ende der Saison aufzuhören. Aber man weiß das ja nie ganz genau...“
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