München - Jürgen Klinsmann (44) kommt aus der Deckung, erstmals nach seinem Rauswurf bei den Bayern, der ihn „sehr sprachlos“ gemacht hat, lässt er tiefe Einblicke in seine Befindlichkeiten zu - und in sein Familienleben.
So verriet er, dass er mit Ehefrau Debbie und den Kindern Jonathan und Leila in München bleiben will. „Wir haben immer einen Zweitwohnsitz in Amerika, der läuft uns nicht davon. Aber ich glaube auch, dass es für die Kinder jetzt sehr, sehr wichtig ist, diese Wurzeln, die sie jetzt angefangen haben zu spüren in Deutschland, weiter zu erleben“, sagte Klinsi vor seinem Auftritt bei RTL-Moderator Günther Jauch in „stern tv“.
Er wolle mit seiner Familie weiter das Gefühl für ein Land bekommen, „das unglaublich schön ist“. Nach der Beurlaubung vom FC Bayern habe er auch wieder mehr Zeit dafür.
Der Hammer: Klinsi kartete auch gewaltig nach. So bekam im Gespräch mit der Stern-TV-Redaktion vor allem sein Ex-Schützling Lukas Podolski sein Fett weg.
Ihm fehle es an „Willen und Entschlossenheit“, sich beim FC Bayern durchzusetzen. „Er ist nicht der Typ, der sich im Haifischbecken FC Bayern durchsetzen kann und möchte - auch, weil er da mit Miro Klose und Luca Toni zwei große Namen vor sich hat. Und diesen Konkurrenzkampf wollte er und konnte er nicht annehmen. Er hat unter Felix Magath nicht gespielt, er hat unter Ottmar Hitzfeld nicht gespielt, er hat unter mir nicht gespielt, weil er ihnen nicht das Wasser reichen konnte.“
Beruflich gehe es für Klinsmann selber jetzt erst einmal darum, die Trennung zu verarbeiten und aufzuarbeiten: „Man weiß, dass im Fußball viele Dinge passieren können. Dennoch ist es jetzt wichtig, mich erst einmal ein bisschen zurückzuziehen und zu überlegen, was für ein Schritt kommen könnte.“ Eine neue Anstellung schon in diesem Sommer „schließe ich aus“.
Das Bundesliga-Finale mit Knüller Bayern gegen Stuttgart will Klinsmann im TV verfolgen: „Für eine Rückkehr ins Stadion ist die Zeit noch nicht gekommen.“
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