Der Traum vom Champions-League-Sieg ist für Michael Ballack vorzeitig ausgeträumt. Mal wieder: Denn der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft unterlag mit seinem FC Chelsea gegen das von Ex-Coach José Mourinho betreute Inter Mailand mit 0:1 (0:0). Drei Wochen nach der 1:2-Niederlage im ersten Duell in Norditalien verabschiedete sich Chelsea damit frühzeitig aus dem Wettbewerb.
Im Stadion an der Stamford Bridge stand die mit Spannung erwartete Rückkehr des Portugiesen Mourinho an die alte Wirkungsstätte im Mittelpunkt. Michael Ballack (11. Minute) und dem Franzosen Nicolas Anelka (42.) boten sich vor der Pause die besten Chancen für die nur schwer in Gang kommenden Hausherren. Der deutsche Unparteiische Wolfgang Stark (Ergolding) zog sich mit einigen umstrittenen Entscheidungen den Unmut der Londoner zu und verweigerte den Gastgebern einen durchaus möglichen Elfmeter.
Nach gut einer Stunde musste Ballack dem offensivstärkeren Joe Cole weichen. Doch die besseren Einschussmöglichkeiten boten sich nun Inter durch Diego Milito (66.) und Thiago Motta (70.). Dann machte es Samuel Eto'o (78.) besser. Der Kameruner blieb eiskalt vor Keeper Ross Turnbull, der die verletzten Petr Cech und Henrique Hilario vertrat, und ließ seinen ehrgeizigen Coach an der Seitenlinie jubeln. Chelseas Starstürmer Didier Drogba sah zudem wegen einer Tätlichkeit in der 86. Minute die Rote Karte.
Für Chelsea war es erstmals seit dem 22. Februar 2006 und 21 Heimspielen wieder eine Niederlage vor den eigenen Fans in der Champions League. Ein Wermutstropfen für Inter ist jedoch der Ausfall von Lucio. Der Ex-Münchner sah die dritte Gelbe Karte und ist im Viertelfinal-Hinspiel gesperrt.
• Im zweiten Dienstagsspiel setzte sich ZSKA Moskau überraschend beim FC Sevilla mit 2:1 (1:1) durch. Dabei hätte den Spaniern schon ein 0:0 genügt, um nach dem 1:1 im Hinspiel erstmals in der Vereinsgeschichte ins Viertelfinale einzuziehen.
Der Tscheche Tomas Necid brachte den russischen UEFA-Cup-Sieger von 2005 im Duell mit dem spanischen Sieger von 2006 und 2007 zunächst in Führung (39.). Die Hausherren brauchten nur rund 120 Sekunden um durch Diego Perotti auszugleichen (41.).
Ein dicker Patzer von Andres Palop sorgte für die Entscheidung. Sevillas Torhüter ließ einen Freistoß von Keisuke Honda aus 35 Metern über die Fäuste rutschen (55.).
In der letzten Woche hatten sich bereits der deutsche Rekordmeister Bayern München, Manchester United, Arsenal London und Olympique Lyon für das Viertelfinale qualifiziert.
Die letzten beiden Teilnehmer ermitteln der VfB Stuttgart und der FC Barcelona sowie Girondins Bordeaux und Olympiakos Piräus (Mittwoch, 20.45 Uhr).
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