Empfehlen | Drucken | Kontakt14.06.2009 - 00:00 Uhr

Arminia Bielefeld: Eichberg und Assauer nehmen Sturm auf die Alm!

Rudi Assauer stürmt auf die Alm.
Rudi Assauer stürmt auf die Alm.
Foto: Getty

Bielefeld - Die Auferstehung des „Sonnenkönigs“ steht bevor. Denn Günter Eichberg will wieder ins Fußball-Geschäft eingreifen. Sein Ziel: Die Alm!

Ab nächster Woche wird Eichberg seinen Wirkungskreis aus dem beschaulichen Eifel-Örtchen Bad Bertrich, wo er jahrelang auch als Bürgermeister fungierte, nach Ostwestfalen verlegen, wo er in Verl „einen Klinikbau vorantreiben“ möchte.

„Ganz ohne Fußball kann ein Günter Eichberg nicht leben“, sagt der frühere Präsident des FC Schalke 04 - und bietet deshalb Arminia Bielefeld seine Hilfe an.

Eichberg, der von 1989 bis 1993 Schalke-Präsident war und den Verein 1991 zum Wiederaufstieg in die Bundesliga führte, bringt einen noch prominenteren Mitstreiter mit: „Ich komme im Doppelsturm mit Rudi Assauer“, sagt Eichberg. In welcher Funktion Assauer eingreife könnte, sei noch offen.

Für eine Aufgabe bei Arminia sieht sich Eichberg prädestiniert: „Als ich Schalke übernommen habe, stand der Verein an letzter Stelle der Ersten Liga. Als ich gegangen bin, waren wir Achter.“

Kuriose Kapriolen über und um den überzeugten Weinschorle-Genießer gab es zigfach - zum Beispiel ließ er die Beerdigungsfeierlichkeiten für Schalkes Fußball-Legende Ernst Kuzorra komplett wiederholen, weil er zu spät zur Beisetzung erschienen war.

Der Besitzer von mehreren Kliniken zur Behandlung von Krampfadern pumpte private Millionen in den Klub. Trotzdem hinterließ er beim unrühmlichen Abgang 1993 rund 20 Millionen Euro Schulden - was die Fans nie vergaßen.

So jagten sie ihn 1997 vor dem UEFA-Cup-Finale durch die Mailänder Innenstadt. Zwischendurch hatte Eichberg sich für mehrere Jahre nach Florida abgesetzt.

Jetzt also Bielefeld statt Miami. Seit etwa zwei, drei Wochen steht Eichberg in Kontakt zu „Arminia-Leuten“, denen er bei weiteren Gesprächen Hilfe auch auf wirtschaftlichem Sektor offerieren möchte.

Denn: „Wir haben ja nun mal in Gütersloh zwei Weltunternehmen sitzen. Und bei denen komme ich aufgrund meiner Kontakte bis in die Führungsspitze.“

Und wenn niemand seine Mitarbeit in Anspruch nehmen wolle, so Eichberg, „dann gehe ich einfach nach Hause und trinke in Ruhe mein Bier“. Weinschorle meint er aber wohl.

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