Ein überragender Mesut Özil führte Werder Bremen zumindest bis Sonntag an die Bundesliga-Spitze. Der Nationalspieler bereitete beim 6:0 in Freiburg vier Tore vor und schoss eines selbst. Nur am zweiten Bremer Treffer war der Mittelfeld-Regisseur nicht beteiligt!
Die Bremer zelebrierten vor allem im zweiten Durchgang (Halbzeitstand 0:1) Spielfreude pur. Da gerieten selbst die hoffnungslos unterlegenen Freiburger ins Schwärmen. SC-Manager Dirk Dufner: „Hut ab vor Werder Bremen. Die spielen schon tollen Fußball. Wenn man nicht gerade Freiburg-Fan ist, macht es Spaß, denen zuzuschauen.“
In der ersten Halbzeit traf trotz zahlreicher Chancen lediglich Hugo Almeida nach Özil-Flanke per Kopf (33. Minute). Nach der Pause waren die Bremer treffsicherer: Wieder Hugo Almeida, Marko Marin, Özil, Naldo (Foulelfmeter) und Markus Rosenberg schossen ein halbes Dutzend Tore heraus. 6:0 – so hoch hatte Bremen vor genau fünf Jahren schon einmal in Freiburg gewonnen.
„Die Mannschaft hat sehr, sehr gut gespielt“, freute sich Werder-Trainer Thomas Schaaf, „es ist wichtig, dass die Freude am Spiel hat.“ An den möglichen Herbstmeistertitel verschwendet Schaaf hingegen keinen Gedanken: „Wir packen jedes Spiel für sich an. Bis Weihnachten haben wir noch ein gutes Programm.“
Sein Manager klang da schon angriffsfreudiger. „Es wäre schön, nach dem 34. Spieltag auf dem ersten Platz zu stehen“, sagte Klaus Allofs. „Wir gehören zu den acht Mannschaft, die Meister werden können. Wir können natürlich stolz auf die Leistung sein. Aber das macht uns nicht automatisch zum Favoriten. Ich habe vielleicht hohe Ansprüche, aber Mesut kann noch besser spielen - das gilt übrigens für viele Spieler in der Mannschaft.“
„Wir sind in der ersten Liga! Ende! Aus!"
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