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2:1-Erfolg: Wolfsburg beendet Offenbachs Pokal-Traum

Die Vorentscheidung: Bas Dost jubelt nach seinem Tor zur 2:0-Führung.
Die Vorentscheidung: Bas Dost jubelt nach seinem Tor zur 2:0-Führung.
Foto: dpa
Offenbach –  

Der VfL Wolfsburg war auf dem Bieberer Berg doch noch eine Nummer zu groß für Kickers Offenbach. Der Drittligist, der im laufenden DFB-Pokalwettbewerb mit Greuther Fürth, Union Berlin und Fortuna Düsseldorf drei höherklassige Teams ausgeschaltet hatte, scheiterte am Dienstagabend im Viertelfinale mit 1:2 (0:0) an den „Wölfen“.

Mit einem Spruchband („Auf den Spuren längst vergangener Tage“) hatte der erstklassig feiernde OFC-Anhang schon vor Spielbeginn an den Pokalsieg von 1970 erinnert. Die Mannschaft tat vor 18.700 Zuschauern zunächst alles dafür, um in die Fußstapfen der großen Vorbilder zu treten - mit Unterstützung der vor allem in der ersten Hälfte zahnlosen Wölfe: Ein Klassenunterschied war kaum auszumachen.

Ausgerechnet ein Fehler des ansonsten gut haltenden Offenbacher Torhüters Robert Wulnikowski ebnete dem VfL Wolfsburg den Weg zum Sieg. Der Keeper griff an einer Flanke vorbei, Ivica Olic nutzte dies zur 1:0-Führung für die Gäste. Den Treffer erzielte der Stürmer dem angelegten Arm. Bas Dost sorgte mit dem 2:0 für die Vorentscheidung (71.). Offenbach schaffte durch Marcel Stadel (81.) noch den Anschlusstreffer.

Zuletzt hatte Wolfsburg 2008 im Halbfinale gestanden, war aber gegen Bayern München (0:2) ausgeschieden. Bei seiner einzigen Finalteilnahme hatte der damalige Zweitligist 1995 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach verloren.

Offenbachs Trainer Rico Schmitt, erst seit knapp zwei Wochen im Amt, hatte versprochen, dass sich die Gäste für den Halbfinaleinzug ordentlich „strecken müssen“. Seine Mannschaft setzte das zunächst glänzend um und kämpfte um jeden Meter. Die kraftraubende Abwehrarbeit des Tabellenzwölften der 3. Liga auf dem Offenbacher „Acker“ ging allerdings auf Kosten der Offensive. Nur selten spielte der OFC Kombinationen über mehr als drei Stationen zu Ende.

Der VfL, der in der Liga mit Platz 15 den eigenen Erwartungen deutlich hinterher hängt, steigerte sich in der Folge etwas. Hecking, der vor der Partie offen vom großen Ziel „Pokalsieg“ gesprochen hatte, sah von der Seitenlinie aber weiterhin kaum zwingende Angriffe.

Für etwas Aufregung abseits des Platzes sorgte ein von den Rängen auf den Rasen geworfener Bierbecher. Schiedsrichter Wolfgang Stark drohte in der 35. Minute nach einem Bierbecher-Wurf in Richtung Linienrichter mit Spielabbruch für den Fall weiterer Randale.

Neben den Wolfsburgern steht auch Erstligist SC Freiburg im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Breisgauer besiegten den FSV Mainz nach 0:2-Rückstand mit 3:2.

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