Er war DIE deutsche WM-Entdeckung: Bayern-Star Thomas Müller (20) – Torschützen-König (5 Treffer, 3 Vorlagen), bester Nachwuchsspieler. Freitag trägt er erstmals nach der WM wieder das Nationaltrikot. EXPRESS traf Müller in Frankfurt.
Noch habe ich keine, da ich die meisten Trophäen erst zum Jahresende bekomme. Aber die Pokale werden schon einen würdigen Platz in unserem neuen Haus bekommen.
Zuletzt wurde es ein bisschen schwierig mit der Privatsphäre, weil viele Fans vor unserem Haus gewartet und teilweise geklingelt haben. Das ging manchmal einen Schritt zu weit. Klar, als Fußballer ist man Teil des öffentlichen Lebens, allerdings muss man irgendwann auch eine Grenze ziehen.
Ja, während der WM war das schon extrem. Mittlerweile geht's aber wieder.
Nein, das ist noch ziemlich weit weg. Wir müssen jetzt erst mal mit den Eindrücken, die uns das Leben gerade beschert, klarkommen: Damit haben wir gerade genug zu tun.
Natürlich. Ich stehe jetzt permanent in der Öffentlichkeit und muss mich daran gewöhnen.
Es ging tatsächlich alles extrem schnell. Aber es macht mir immer noch Spaß, es ist immer noch eine Herausforderung – und vor allem der Spaß am Fußball ist immer noch da.
Nein, wichtig ist für mich nur meine eigene Erwartungshaltung. Und ich denke, ich bin vom Kopf her gut gerüstet, damit umzugehen. In den drei Wochen Urlaub nach der WM zum Beispiel habe ich komplett abgeschaltet. So nach dem Motto: WM? War da mal was? Ich kann das alles schnell hinter mir lassen.
Klar, da gab es eine Menge Anfragen. Da muss ich jetzt mit meinem Management die richtigen Firmen raussuchen. Das Produkt muss zu mir passen, und der zeitliche Aufwand darf nicht zu groß werden – ich bin ja im Hauptberuf immer noch Fußballer.
Ach, Marktwert, das ist doch total abstrakt. Außerdem: Ich will ja gar nicht wechseln, da stellt sich die Frage nicht. Im übrigen: Auch wenn der Cristiano Ronaldo 95 Millionen kostet – der verliert auch Zweikämpfe. Und dann kann er sich von seinem Marktwert auch nichts kaufen.
Nein. Mir ist Geld auch nicht so wichtig. Ich hab mir bisher nach der WM gar nichts Spezielles geleistet. Ich genieße es nur, eine gewisse finanzielle Freiheit zu haben. Zum Beispiel, dass ich mir, wenn ich in ein gutes Restaurant gehen will, nicht denken muss: Kann ich mir das leisten? Ich gehe gerne gut essen, aber ich brauch’ keine fünf Autos oder eine dicke Uhr am Arm.
Nee, das mache ich nicht. Sonst ist da ja kein Platz mehr nach oben. Wenn ich etwa sage, ich will fünf Tore schießen und habe dann fünf geschossen, dann müsste ich ja sogar aufhören. Das wäre auch nichts.
Für mich ist es ein Ziel, in acht Jahren immer noch Nationalspieler zu sein. Ich will mich bei Bayern und in der Nationalmannschaft langfristig etablieren, meine Leistung bringen und international vorne mitspielen. Ich will jedes Jahr Meister werden. Das ist mit Bayern machbar. Und wenn man im letzten Jahr im Champions-League-Finale verloren hat, dann will man das im nächsten Jahr natürlich gewinnen.
Hurra! Fortuna ist Bundesligist, Berlin steigt ab
8 Stunden und 47 Minuten wurde vor dem DFB-Bundesgericht in Frankfurt verhandelt. Dann verkündete Richter Goetz Eilers nach 80 minütiger Beratung um 22.37 Uhr das Urteil.
Blatter will Elferschießen abschaffen
FIFA-Präsident will über andere Entscheidungen beraten. „Der Fußball ist eine Mannschaftssportart, aber wenn er in Situationen eins gegen eins geht, verliert er sein eigentliches Wesen“, sagte der 76-Jährige in seiner Ansprache.
Fußballbibel-Stunde mit Frank Schaefer
„Was haben der Glauben und der Fußball gemeinsam? Beide Male muss man sich bekennen! Zum Lieblingsverein. Und zu Jesus Christus!“ Autor David Kadel macht eine Pause. Im Saal der Freikirchlichen Gemeinde Köln-West wird es still.
Alle Partien werden live kommentiert, Spielzug für Spielzug, einzeln oder als Konferenz. Dazu Aufstellungen und Statistiken: Welches Team hat mehr Ballbesitz, Torschüsse, gewonnene Zweikämpfe?