Empfehlen | Drucken | Kontakt09.11.2009 - 18:23 Uhr

Rundgang: Peter Millowitsch zeigt uns sein Frechen

Foto: Dominik Sommerfeld

Das Marienfeld, die Quarzwerke, der beliebte Klüttenbrunnen, die neue Wohnloft-Anlage „Grube Carl“, das Keramion an der Bonnstraße: Peter Millowitsch liebt sein Frechen. Mit seiner Frau Barbie Millowitsch-Steinhaus wohnt der 60-Jährige seit mehr als 20 Jahren in Königsdorf. Von hier aus macht sich der Theaterchef mit Bullterrier Ben gern auf, seine Heimat zu erkunden.

Bummeln Sie mit Peter Millowitsch durch Frechen
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Diesmal hatten Herr und Hund einen gewichtigen Begleiter: Frechens Bürgermeister Hans-Willi Meier (CDU), der natürlich viel Wissenswertes über sein Frechen erzählen konnte. Ganz kenntnisreicher „Stadtführer“, machte er zum Beispiel auf den einzigen Frechener Weinberg oder auf das weit und breit einzige Lichtspielhaus, das Linden-Theater von 1957, aufmerksam.

Peter Millowitsch's Frechen
Das Marienfeld

Ruhe,weite Landschaft – hier auf dem 260 Hektar großen Marienfeld geht Peter Millowitsch besonders gern mit Ben spazieren.2005, während des Weltjungendtages, beteten hier rund um den Papsthügel mehr als eine Million junger Menschen mit Papst Benedikt XVI. Erst 2003 wurde die Ackerfläche rekultiviert und verfüllt - von 1952 bis 1986 wurde auf der heutigen Ackerfläche Braunkohle aus einer Tiefe von 250 Metern gefördert. Bürgermeister Meier erzählt: „Oben auf dem Papst- Hügel, genau am Kreuz, liegt die Grenze zwischen Frechen und Kerpen.“

Die Grube Carl

Grube Carl“, so heißt heute ein Frechener Stadtviertel. Früher trug eine Brikett-Fabrik diesen Namen. Sie war von 1907 bis 1995 in Betrieb und hat in diesem Zeitraum 40 Millionen Tonnen Briketts produziert. Die Kohle selbst wurde erst in der kleineren gleichnamigen „Grube Carl“ gefördert, später im Frechener Tagebau. Von den zehn ehemaligen Brikett- Fabrikgebäuden blieben sechs erhalten. Darunter die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude „Pressenhaus“, „Nassdienst“, „Elektrostation“ und „Niederdruckkesselhaus“, die entkernt und zu Loftwohnungen umgebaut wurden. Peter Millowitsch, Ben und Bürgermeister Meier steckten ihre Köpfe durch ein ehemaliges Antriebsrad der Brikettfabrik.

Das Keramion

Frechen die Töpferstadt: Im Wappen der Bergbaustadt ist auch der Bartmannkrug zu sehen. „Diese bauchigen Dinger aus braun glasiertem Ton, an deren Hals das Relief eines bärtigen Gesichts zu sehen ist, waren die Leidenschaft meiner Mutter Gerda“, erzählt Peter Millowitsch. Deshalb wollte er auch unbedingt ins Keramion. In der avantgardistischen Ausstellungshalle an der Bonnstraße wird die handwerkliche Töpferkunst der Region gezeigt. Und Bürgermeister Meier wartete auch gleich mit einer Überraschung auf! Er schenkte Peter einen Bartkrug mit den Worten: „So einen Krug muss jeder echte Frechener im Schrank haben.“

St. Audomar

Benannt ist die Kirche nach dem Heiligen Audomar, Stadtpatron von Frechen.In Urkunden soll das Gotteshaus bereits Mitte des 8. Jahrhunderts erwähnt worden sein. 2005 erhielt St. Audomar eine neue Klais-Orgel. Bis heute wird für das vorfinanzierte Stück Geld gesammelt. Zum Beispiel durch Orgelkonzerte, bei denen auch Peter Millowitsch hin und wieder vorbeischaut. „Hier in St. Audomar lässt sich wunderbar abschalten.“

Der Klüttenbrunnen

Am Rathaushausplatz, direkt an der Fußgängerzone steht er, der Brunnen von Olaf Höhnen. Hier halten die Frechener ihren Schnack, beobachten das bunte Treiben – genau wie Bürgermeister Meier und Peter MIllowitsch samt Ben. Der Brunnen zeigt die Stationen der Braunkohle vom Abbau bis hin zum Stapeln der Briketts im heimischen Keller: anschauliche Heimatkunde also.

Die Quarzwerke

Feinster, weißer Sand, so weit das Auge reicht: Seit mehr als 125 Jahren wird in den Frechener Quarzwerken auch der Quarzsand abgebaut. Er entstand im frühen Miozän und wird seit 1884 gefördert. Heute sind im Tagebau moderne Schaufelradbagger auf zwei Strossen im Einsatz – und Peter Millowitsch. Der, ganz Mann, musste natürlich auch mal einen der – kleineren – Bagger erklimmen. „Der Frechener Quarzsand ist besonders fein“, weiß Bürgermeister Meier.

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