Schon in den 70er Jahren war Bläck-Fööss-Sänger Kafi Biermann eine Weile in Frechen zu Hause. Vor zehn Jahren zog es ihn wieder zurück in die Stadt des einstigen Rheinischen Braunkohlereviers. Fragt man den 64-Jährigen nach seinem Lieblingsplatz, kommt gleich: „Der Klüttenbrunnen am Marktplatz. Der ist ein Dokument für die Menschen, die hier in Frechen am meisten malocht haben“, sagt Kafi.
Bildhauer Olaf Höhnen hat ihn 1986 geschaffen, erzählt wird von der Geschichte der Braunkohle. Los geht's mit der Gewinnung über die Verarbeitung und die Nutzung. „Aber auch der Bartmann- Brunnen ist wichtig“, findet der Musiker. „In jedem Frechener Haushalt gibt es doch einen Bartmann-Krug.“ Und schon ist er wieder unterwegs – jetzt in die Keimesstraße. 23 Jahre lang hatte hier Manfred Zimmermann (51) seine Keramikwerkstatt, fertigte Tassen, Krüge und Kunsthandwerkliches. „Er ist der Letzte seiner Zunft“, sagt Kafi.
„Er engagierte sich für die Stadt und die Kinder. Und jetzt muss er dicht machen. Eine Schande.“ Auch ein Kölsch trinkt Kafi gernmal in einer der Frechener Kneipen. „Ich geh’ gernmal ins „Einstein“ oder ins „Durst“. Hier treffen sich viele Vereine, die Musikerszene – hier ist immer was los. Apropos Musik: Im Sommer hat Kafi ein Lied über Frechen geschrieben. Titel: „Die Frechen“.
Selbst aufnehmen will er es aber nicht. „Ich hab’ es Frechens ältester Boygroup, den „Junge us em Levve“ gegeben.“ Die proben das Stück jetzt rauf und runter, können sowohl Text als auch Melodie verändern, wenn sie wollen. „Wenn sie so weit sind, helfe ich ihnen auch noch bei der Aufnahme im Studio und singe vielleicht auch als Gast den Refrain mit.“ So sieht Kafi seine Frechener wohl gern: immer mal für einander da...
Frisches aus Frechen
Schlendern, Shoppen, Schauen: Die Hauptstraße lockt mit vielen Angeboten. Am kommenden Wochenende, dem 5. und 6. November, lockt ein besonderer Höhepunkt: der traditionelle Martinsmarkt.
Das "fresh-open" macht auf
Nach anderthalb Jahren Bauzeit und höheren Kosten als ursprünglich geplant (wegen zusätzlicher Sanierungsmaßnahmen) soll das Frechener Bad Anfang Dezember wiedereröffnen.
Hier weht ein Hauch von Olympia
Frechener organisieren für Sportler die Teilnahme an den Paralympics 2012, so beispielsweise für Leichtathlet Heinrich Popow. Er ist einer der Besten und trainiert schon wieder fleißig für die „Paralympics“ in London.