Empfehlen | Drucken | Kontakt09.03.2010 - 21:44 Uhr

Vierkampf um das Aufstiegsfinale: Nur bei Fortuna herrscht Euphorie

Von VOLKER GEISSLER und OTTO KRAUSE
Martin Harnik und Bamba Anderson bejubeln eine traumhafte Fortuna-Saison.
Martin Harnik und Bamba Anderson bejubeln eine traumhafte Fortuna-Saison.
Foto: Hesse
Düsseldorf –  

Die Heimserie wurde zwar gegen Fürth gestoppt, trotzdem hat sich Fortunas Abstand zum Relegationsplatz sogar verkürzt - die Pleiten von St. Pauli und Bielefeld sorgen für Jubel in Düsseldorf.

Da Kaiserslautern und Augsburg offenbar unaufhaltsam marschieren, läuft alles auf einen extrem spannenden Vierkampf um das Aufstiegsfinale hinaus.

Düsseldorfs Vorteil dabei: Nur bei Fortuna herrscht Euphorie, bei den anderen Klubs kracht es an allen Ecken und Enden. Brennpunkt St. Pauli: Nach vier Spielen ohne Sieg mit dem peinlichen 1:2 bei 1860 Minuten (trotz 82 Minuten in Überzahl) platzte Trainer Holger Stanislawski der Kragen.

„Von Bundesligauntauglichkeit bis Note 6 war alles dabei“, urteilte er und ordnete an, dass ab jetzt nicht mehr am Millerntor, sondern auf dem eigentlichen Gelände an der Kollaustraße trainiert wird - hier waren die Bedingungen im Winter katastrophal. Stanislawski: „Mir ist jetzt egal, wie viel Schnee dort liegt, ob Bäume umstürzen oder ein Erdbeben passiert.“

Brennpunkt Bielefeld: Arminia lebt eigentlich nur noch von der Serie von acht Siegen in Folge in der Hinrunde, taumelt durch die Liga. Die Folge: Die Fans forderten nach der 0:1-Pleite gegen Karlsruhe den Rauswurf von Trainer Thomas Gerstner.

Brennpunkt Duisburg: Der neue Geschäftsführer Roland Kentsch kämpft um die Lizenz, Vorgänger Björn Bremer hatte auf die Gefahr einer verschleppten Insolvenz hingewiesen. Klappt's mit dem Aufstieg nicht, drohen die Lichter an der Wedau ganz auszugehen.

In Düsseldorf sehen die Verantwortlichen die Entwicklung bei der Konkurrenz ganz gelassen. „Was die anderen machen, lässt uns kalt“, sagt Wolf Werner, der die benötigte Punktzahl bei „gut in die 60“ beziffert und nicht nur von Platz 3 spricht: „Die anderen sind auch noch nicht an Schmitz Backes vorbei. Lautern hätte fast gegen Frankfurt verloren, und Augsburg bescheißt sich schon seit Wochen vor Glück.“

Verteidiger Christian Weber verfolgte Bielefelds Pleite am Montag vor dem TV: „Wir haben uns gefreut, dass es so ausgegangen ist. Am wichtigsten ist, die eigenen Spiele zu gewinnen. Wir sind voll auf die Partie beim FSV fokussiert. Das wird schwerer als viele denken.“

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