Der Abpfiff von Schiedsrichter Dr. Fleischer war um 14.47 Uhr fast wie eine Erlösung. Fortuna hatte in Frankfurt einen rabenschwarzen Tag erwischt, den dritten Platz verpasst und bei Abstiegskandidat FSV 0:2 verloren.
Es war ein Spiel, in dem von Beginn an alles schief lief, was schief laufen konnte. Erst musste Norbert Meier nach nicht einmal einer Viertelstunde verletzungsbedingt wechseln (siehe unten), dann entwickelte sich ein Spielverlauf, den die Fans von so manchem Düsseldorfer Auswärts-Auftritt kennen. Meiers Team hatte mehr Spielanteile, hochkarätige Chancen, machte aber mal wieder nichts draus.
Dabei tat sich ausgerechnet der Top-Knipser hervor, Martin Harnik hatte alleine mindestens fünf Gelegenheiten, um sein Trefferkonto auszubauen. Doch der Deutsch-Ösi scheiterte immer wieder an Frankfurts Keeper Patric Klandt, der der Fortuna gestern den Nerv raubte.
„Ich hatte heute einen absoluten Scheißtag“, gestand Harnik dann auch ein. „Das ich so viele Chancen versiebt habe, ist nicht mehr zu erklären. Wir haben Frankfurt die Punkte im Abstiegskampf geschenkt. So darfst du hier nicht vom Platz gehen.“
Symptomatisch war dann auch, wie die bis dahin völlig harmlosen Hessen zum Führungstreffer kamen. Pressschlag, Abpraller, abgefälscht, drei Mann auf dem falschen Fuß erwischt, der Ball kullert über die Linie!
Nach der Pause machte Fortuna richtig Dampf, hätte bis zur 60. Minute nicht nur den Ausgleich, sondern eigentlich auch die Führung erzielen müssen. Doch was passiert: Cidimar trifft aus dem Gewühl zum 2:0. Das war's, selbst der EXPRESS-Glücks-Bus mit Olympia-Silber-Held Richard Adjei half diesmal nicht.
Meier angefressen: „Frankfurt hat leidenschaftlich gekämpft und durch zwei Standards getroffen. Deshalb gratulieren wir artig zum Sieg.“
Adam Matuschyks großer Auftritt
Nach Kapitän Lumpis Ampelkarte steht die FC-Leihgabe vor seinem Startelf-Debüt. Adam Matuschyk ist deswegen für die Partie gegen Eintracht Frankfurt schon jetzt hochmotiviert.
Veh pestete auch gegen Franz
Die Fortuna ist nicht das einzige Opfer eines wütenden Veh-Angriffs, denn der Eintracht Coach attackierte Maik Franz bereits auf ähnliche Weise.
Meier bittet zum Bibber-Training
Am dicksten eingemummelt erschienen zum eisigen Training bei Minusgraden Maxi Beister und Juanan, die mit Mütze, Handschuhen und Sturmhaube erschienen.