Empfehlen | Drucken | Kontakt15.08.2010 - 19:03 Uhr

Underdog gewinnt 1:0: Fortuna steht schon im Regen

Von VOLKER GEISSLER
Stehen nach der 0:1-Pleite wie die begossenen Pudel im Koblenzer Dauerregen: Marco Christ, Assani Lukimya und Claus Costa
Stehen nach der 0:1-Pleite wie die begossenen Pudel im Koblenzer Dauerregen: Marco Christ, Assani Lukimya und Claus Costa
Foto: Ovelgönne
Koblenz –  

Plitsch, platsch, nass gemacht. Wie im letzten Jahr scheidet Fortuna in der ersten Pokalrunde aus. Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: Statt einer rauschenden Nacht inklusive Elfmeterdrama gegen den HSV gab es diesmal ein trostloses 0:1 bei Drittligist Koblenz.

Fast alles erinnerte an die Punktspielpleite am 29. Januar an gleicher Stelle: Das Ergebnis, der Zeitpunkt des Gegentores, das Horror-Wetter. Der Unterschied: Statt Schnee mussten sich die Spieler mit Dauerregen auseinandersetzen. Zunächst sah es so aus, als würde das ganz gut klappen.

Die Koblenzer Dennis Riemer und Michael Stahl bejubeln das 1:0
Die Koblenzer Dennis Riemer und Michael Stahl bejubeln das 1:0
Foto: Ovelgönne

Ranisav Jovanovics Schuss streifte die Latte, dann musste Sandor Torghelle bei einem Konter nur noch auf Patrick Zoundi querlegen. Das tat er wenig später auf Jovanovic, doch dem sprang frei stehend die Kugel vom Fuß. „Wir müssen das 1:0 machen, es war wie letztes Mal“, schüttelte Spielmacher Marco Christ den Kopf.

Dass die zahlreichen Fahrkarten die Viertelmillion, die der DFB für das Erreichen der 2. Runde ausschreibt, kosten würde, ließ sich in der zweiten Halbzeit erahnen.

Koblenz kaufte Fortuna kämpferisch den Schneid ab, die Gäste kamen zu keinerlei Gelegenheiten mehr. Die Strafe folgte in der Schlussphase, als Johannes Rahn nach einer Freistoß-Flanke von Oliver Laux per Flugkopfball das 1:0 erzielte. Fortunas wütendes Anrennen am Ende kam viel zu spät.

Entsprechend angefressen war Norbert Meier. „Wir können uns nicht darauf ausruhen, was einmal gewesen ist. Dafür bekommen wir gar nichts mehr“, war der Trainer sauer über den pomadigen Auftritt. „Einige haben nicht ansatzweise Aggressivität gezeigt. Die brauchen wir aber unbedingt um nur ansatzweise Erfolg zu haben. Wenn wir so nach Cottbus reisen, werden wir unser blaues Wunder erleben.“

Kapitän Jens Langeneke wurde noch deutlicher: „So brauchen wir da gar nicht erst hinzufahren. Dann können wir gleich zu Hause bleiben.“ Fazit: ein restlos enttäuschender Nachmittag. Linksverteidiger Jojo van den Bergh: „Koblenz war nach dem Wechsel deutlich besser. Wir haben uns das alles anders vorgestellt.“

Die weiteren Ergebnisse:
ZFC Meuselwitz - 1.FC Köln 0:2
Victoria Hamburg - Rot-Weiß Oberhausen 1:0
TuS Heeslingen - Energie Cottbus 1:2
SW Essen - Alemannia Aachen 1:2

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