Empfehlen | Drucken | Kontakt06.02.2010 - 21:55 Uhr

48.250 Zuschauer: Diese Kulisse gibt Düsseldorf den Kick

Von OTTO KRAUSE und AXEL STRÖTKER
Düsseldorf –  

Mensch, haben die Lust auf Fußball! Zwei Stunden tummelten sich Fortunas Profis beim Abschlusstraining im Arena-Sportpark, anschließend ging es ins Teamquartier Tulip Inn. Kräfte sammeln für das heiße Derby.

Die Parkplätze werden überquellen, die Bahnen rappelvoll, das Stadion zum Fußball-Tempel. 48.250 Fans in der ausverkauften Esprit-Arena zelebrieren am heutigen Sonntag (13.30 Uhr) den Zweitliga-Hit zwischen Düsseldorf und Duisburg. Der Sieger bleibt nach Augsburgs 0:0 bei Union Berlin oben dran. Brisanter, knisternder, fesselnder könnte dieses Kräftemessen nicht sein. Beide Stadien trennen Luftlinie nur 20 Kilometer – das ist Rivalität pur.

„Eine fantastische Zuschauerzahl. Das ist nicht zu fassen, was hier passiert“, staunt Torjäger Ranisav Jovanovic. „Die ganze Mannschaft freut sich riesig auf dieses Spiel.“

Der Knipser liebt große Kulissen. „Wenn du ins Stadion einläufst und diese Menschenmengen wahrnimmst, ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Während des Spiels versuchst du das aber auszuschalten.“ Was natürlich nur bedingt funktioniert. Jovanovic: „Dieses Raunen, wenn man knapp vorbeischießt. Das ist richtig laut. Trifft man, geht es richtig ab.“ Dann bebt die Arena!

Rekord-Kulissen pushen Rani zu Höchstleistungen. Wie am 10. Spieltag, als der Goalgetter vor 41 491 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion mit einem Doppelpack zum 2:0-Sieg der Düsseldorfer einnetzte und für die erste Saisonniederlage der Roten Teufel sorgte. Jovanovic: „Das gibt dir den Kick.“

Aber er ist nicht der einzige. Auch Marco Christ turnt die ausverkaufte Arena richtig an. „Das macht unglaublich viel Spaß, bei so einer Atmosphäre auf dem Platz zu stehen. Da will man natürlich eine Top-Leistung abliefern“, sagt der Regisseur, der für Aalen auch schon vor 2000 kickte. „Umso mehr genieße ich, was abgeht“, gibt der Techniker zu. „Gerade nach meinem durchwachsenen Auftritt in Koblenz habe ich mir besonders viel vorgenommen.“

Wie am letzten Drittliga-Spieltag, als 51.000 Fans nach seinem 1:0 gegen Bremen II den Aufstieg bejubelten. „Da ist dem Christ einer abgerutscht. Aber war nicht so unwichtig, das Ding, oder?“, meint Marco grinsend. Wetten, dass er Jovanovic heute gerne ein Tor auflegen - und so die Esprit-Arena in ein Tollhaus verwandeln würde?

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