Als Norbert Meier seinem Team am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Feinschliff gab, fehlte Torhüter Michael Melka weiterhin.
Ein Muskelfaserriss in der Wade ist viel langwieriger als im Oberschenkel, ich kann frühestens nächsten Monat wieder mit der Mannschaft trainieren“, erklärt der Keeper, meint dann total frustriert: „Bis ich wieder hundertprozentig fit bin, ist alles gelaufen. Ich hake die Saison ab!“
Im Sommer war der Schlussmann noch einer der ganz großen Helden bei der Fortuna, stand bei jeder Partie auf dem Platz und schaffte mit der zweitbesten Abwehr der Dritten Liga nach zehn Jahren das Comeback in der Zweiten Liga. Doch schon im ersten Match der neuen Spielzeit musste der „Lange“ in der Halbzeit raus. Michael Ratajczak kam in die Kiste und machte seine Sache gut – seitdem ist Melka außen vor. Erst stellte sich seine komplizierte Zehenverletzung als deutlich gravierender heraus als zunächst angenommen und zwang Michael zu einer monatelangen Pause. Und als er gerade wieder dran war, erwischte es ihn wieder.
Eine Entwicklung mit Folgen: Melka ist völlig geknickt, plant den Abgang! „Man muss sehen, wieviel Sinn das hier noch macht. Ich muss mich neu orientieren, im Sommer kommt wieder richtig Bewegung in den Torhütermarkt.“
Heißt: Der Keeper glaubt offenbar nicht daran, bei den Düsseldorfern noch einmal eine echte Chance zu bekommen. Dabei hatte Melka gerade seinen Vertrag bei Fortuna verlängert! „Verträge sind nicht alles, alles kann sich ganz schnell ändern. So ist das Geschäft, man muss sehen, wie es weitergeht.“
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