Die Vorlagen waren perfekt: Bielefeld hatte einen Patzer vorgelegt, zeitgleich zur Fortuna-Partie leistete sich Augsburg die erste Pleite im Jahr 2010.
Doch Norbert Meiers Team verdaddelte die große Chance, verlor in Frankfurt 0:2.
Es war bereits die dritte Bruchlandung bei einem Kellerkind innerhalb von nur drei Monaten. Vor Weihnachten in Rostock, im Januar in Koblenz. Jetzt wurde Fortuna bei Abstiegskandidat FSV verhauen.
Und zwar mal wieder völlig unnötig. „Frankfurt hat leidenschaftlich gekämpft und zwei Standardtore gemacht. Deshalb gratulieren wir artig“, grantelte Trainer Norbert Meier. Was das übersetzt heißt, formulierte Wolf Werner so: „Uns hat der letzte Biss gefehlt.“
Dabei waren die Zutaten für einen Sieg durchaus vorhanden: Fortuna ließ gleich ein halbes Dutzend Großchancen liegen, insbesondere Martin Harnik („Das war ein Scheiß-Tag“) hätte das Spiel alleine entscheiden können. Der FSV kämpfte und grätschte, kam aber aus dem Spiel zu kaum einer Aktion.
„Das war der berühmte Tag, an dem wir uns den Finger in der Nase gebrochen hätten“, ärgert sich Werner über die verpasste Gelegenheit, Augsburg und St. Pauli unter Druck zu setzen. „Aber es hilft alles nichts, nur die Tore zählen.“
So hechelt Fortuna dem Platz auf dem Treppchen weiter hinterher, acht Spiele bleiben für die Aufholjagd. Werner: „Wenn wir Kaiserslautern schlagen, sieht die Welt wieder anders aus.“
Die Vorzeichen stehen nicht schlecht: Die Pfälzer sind kein Kellerkind, sondern Tabellenführer...
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