Empfehlen | Drucken | Kontakt14.03.2010 - 21:42 Uhr

Kein Biss: Bauchlandung bei den Kellerkindern

Von VOLKER GEISSLER
Foto: Ovelgönne
Düsseldorf –  

Die Vorlagen waren perfekt: Bielefeld hatte einen Patzer vorgelegt, zeitgleich zur Fortuna-Partie leistete sich Augsburg die erste Pleite im Jahr 2010.

Doch Norbert Meiers Team verdaddelte die große Chance, verlor in Frankfurt 0:2.

Es war bereits die dritte Bruchlandung bei einem Kellerkind innerhalb von nur drei Monaten. Vor Weihnachten in Rostock, im Januar in Koblenz. Jetzt wurde Fortuna bei Abstiegskandidat FSV verhauen.

Und zwar mal wieder völlig unnötig. „Frankfurt hat leidenschaftlich gekämpft und zwei Standardtore gemacht. Deshalb gratulieren wir artig“, grantelte Trainer Norbert Meier. Was das übersetzt heißt, formulierte Wolf Werner so: „Uns hat der letzte Biss gefehlt.“

Dabei waren die Zutaten für einen Sieg durchaus vorhanden: Fortuna ließ gleich ein halbes Dutzend Großchancen liegen, insbesondere Martin Harnik („Das war ein Scheiß-Tag“) hätte das Spiel alleine entscheiden können. Der FSV kämpfte und grätschte, kam aber aus dem Spiel zu kaum einer Aktion.

„Das war der berühmte Tag, an dem wir uns den Finger in der Nase gebrochen hätten“, ärgert sich Werner über die verpasste Gelegenheit, Augsburg und St. Pauli unter Druck zu setzen. „Aber es hilft alles nichts, nur die Tore zählen.“

So hechelt Fortuna dem Platz auf dem Treppchen weiter hinterher, acht Spiele bleiben für die Aufholjagd. Werner: „Wenn wir Kaiserslautern schlagen, sieht die Welt wieder anders aus.“

Die Vorzeichen stehen nicht schlecht: Die Pfälzer sind kein Kellerkind, sondern Tabellenführer...

Weitere Meldungen aus dem Bereich Fortuna Düsseldorf
Der Vorsitzende Richter des Bundesgerichts Goetz Eilers
Berufung zurückgewiesen
Hurra! Fortuna ist Bundesligist, Berlin steigt ab

8 Stunden und 47 Minuten wurde vor dem DFB-Bundesgericht in Frankfurt verhandelt. Dann verkündete Richter Goetz Eilers nach 80 minütiger Beratung um 22.37 Uhr das Urteil.

Seltsamer Auftritt als Zeuge: Hertha-Trainer Otto Rehhagel am Freitag in Frankfurt beim DFB-Bundesgericht.
Berliner Coach
Ottos wirrer Auftritt als Herthas Königs-Zeuge

Rehhagel sprach vom 2. Weltkrieg und der Loveparade – da musste selbst Richter Goetz Eilers zucken. Hier das Protokoll von Ottos Auftritt.

Geht es um diese Szene? Lell wird von Werner Wolf zurückgehalten.
Jojo van den Bergh
„Lell wollte den Abbruch“

Jojo van den Bergh brauchte nicht mehr aussagen, bekam aber vom Verein die Freigabe EXPRESS zu erzählen, was er dem Richter berichten wollte.

Fußball
Aktuelle Fußball-Tabellen
SOCIAL NETWORK
EXPRESS Düsseldorf on Facebook
Fortuna-Stammtisch