St. Pauli. Verrucht, sexy, kultig. Hier steigt, einen Steinwurf von der Reeperbahn entfernt, am Freitag ab 18 Uhr das noch vor zwei Monaten nicht für möglich gehaltene Spitzenspiel des Wochenendes. Aufsteiger Fortuna reist mit neun Punkten aus den letzten drei Spielen und riesigem Selbstbewusstsein im Gepäck nach Hamburg, kann mit einem erneuten Sieg zu den Kiez-Kickern aufschließen.
Wer eine Karte ergattern konnte, läuft seit Tagen strahlend durch die Stadt. Für alle anderen gibt es am Freitag in zahlreichen Kneipen Fortuna-Partys mit Freibier bei jedem Düsseldorfer Tor. Und auf St. Pauli fiebern ebenfalls etliche Fans in den Bars und Clubs mit.
Doch nicht nur auf Hamburgs geiler Meile grassiert das Fußball-Fieber, auch der Rotlicht-König von Düsseldorf ist angesichts des fulminanten Comebacks längst angesteckt. „Man merkt auch hier, dass seit dem Aufstieg viel mehr los ist“, sagt Berti Wollersheim, mit seinen drei Etablissements auf der Rethelstraße der bekannteste „Puff Daddy“ der Stadt. Deshalb kann jeder, der Freitag mal für zwei Stunden mehr für Fußball übrig hat, natürlich auch bei Berti Fortuna gucken.
Wollersheim glaubt fest daran, dass das auch am Freitag wieder zu echten Glücksgefühlen führen wird. „Als Düsseldorfer gehört es sich, zu diesem Verein zu halten. Fortuna ist viel geiler als St. Pauli!“, ruft er das Motto des Tages aus.
Und damit Norbert Meiers Jungs am Millerntor auch so richtig steil gehen, hat sich Wollersheim eine ganz spezielle Siegprämie einfallen lassen. Sollte Fortuna aus dem Spitzenspiel einen flotten Dreier mitnehmen, tischt Berti auf: „Dann lade ich die gesamte Mannschaft mit Spielerfrauen zu einem Champagner-Frühstück zu uns ein. St. Pauli ist Erotik pur, da müssen wir diesem Spiel ja auch einen erotischen Unterton geben und wollen Fortuna nicht im Regen stehen lassen.“
Denn nicht nur Wollersheim weiß: Ein Sieg auf dem Kiez wäre einfach nur… geil!
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