Düsseldorf - Die Fortunen feierten das 0:0 in Paderborn › wie einen Sieg. Von „ein guter Jahresabschluss“ (Olivier Caillas) über „es hat wieder mehr Spaß gemacht“ (Kapitän Andreas Lambertz) bis „das macht Mut für die nächsten Aufgaben“ (Trainer Norbert Meier) reichten die Einschätzungen.
Beim ersatzgeschwächten Herbstmeister war es zwar eine der besseren Auswärts-Vorstellungen mit klareren Torchancen (gleich drei von Lambertz). Doch die Fakten sind weniger erfreulich: Der Rückstand auf den Tabellendritten Emden wuchs auf vier Punkte. Mit mickrigen zwei von zuletzt zwölf möglichen Zählern geht Fortuna in die Winterpause.
Auf der Tribüne der Paragon-Arena litten die ehemaligen Stars Markus Anfang und Georg Koch (Durchmarschierer von der 3. in die 1. Liga), rechneten mit ihrem Ex-Klub ab. „Kenan Sahins Rauswurf so kurz vor dem Spitzenspiel war ein Fehler“, klagt Koch an. Meier wechselte Deniz Kadah und Sebastian Heidinger ein, hatte danach keinen Offensiv-Joker mehr und verzichtete auf einen dritten Wechsel. Obwohl Düsseldorf Druck machte, erreichte nach der Pause kein Schuss Paderborns Tor. Koch: „Über die Außen kommt zu wenig. Fortuna macht zu wenig für den Sieg und den Aufstieg.“
Anfang sagt: „Nicht Sahin, sondern Trainer-Assi Klein ist das Problem.“ Der spielt „Polizist“, verpfeift Spieler-Verfehlungen und sorgt für Strafen. Durfte bleiben, wenn seine Chefs Petrovic, Morales oder Weidemann gefeuert wurden.
Kochs Urteil über Sport-Geschäftsführer Wolf Werner: „Der macht in der Saison Urlaub. Wenn vor der Haustür so ein Mann wie Jörg Schmadtke zu haben ist, muss der Manager werden.“ Der Ur-Fortune führte klamme Aachener in die Bundesliga, ins Pokal-Finale und in den UEFA-Cup. Koch: „Ich war bei Henkel und Zamek. Diese Welt-Firmen engagieren sich nicht, weil ein klares Vorstands-Konzept für die Bundesliga-Rückkehr fehlt.“
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