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Vertrag bis 2014: Tschechen-Riese macht Fortunas Abwehr dicht

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Martin Latka bekommt die Rückennummer 2.
Martin Latka bekommt die Rückennummer 2.
 Foto: Fortuna
Düsseldorf –  

Am Nachmittag kommt René Grotus, der Assistent von Manager Wolf Werner (70) mit einem glatzköpfigen Riesen in die Lobby des Mannschaftshotels Tulip Inn. „Och, das ist nur jemand, der in der Scoutingabteilung mithelfen soll“, wiegelt Trainer Norbert Meier (54) schelmisch grinsend ab.

Unterdessen sagt Chefscout Mark Ulshöfer einem Berater am Handy: „Wir sind diesen Winter zu, wir machen nichts mehr.“ Weil nämlich der Hüne gleich nebenan auf dem Ledersofa schon verpflichtet ist!

Der Tschechen-Schrank heißt Martin Latka, ist 28 Jahre alt, Innenverteidiger – und geschätzte 90 Kilo schwer. So viel Masse braucht Schmierung: Dreimal entert der ablösefreie Manndecker (Vertrag bei Slavia Prag lief am 31. Dezember aus) das aufgebaute Mittags-Buffet. 67 Minuten unterhält sich der Nationalspieler (ein Einsatz bisher) mit seinen Beratern, Ulshöfer und Grotus, später stößt dann Werner dazu. Am Abend dann ist der Vertrag bis 2014 unterschrieben.

Martin Latka wird am 29. September 2012 nach Slavias Derby-Sieg gegen Sparta von Torwart Kamil Contofalsky auf Schultern getragen.
Martin Latka wird am 29. September 2012 nach Slavias Derby-Sieg gegen Sparta von Torwart Kamil Contofalsky auf Schultern getragen.
 Foto: imago

Und jetzt sind auch die Verantwortlichen gesprächiger. „Er ist ein ehrgeiziger Mann, hat schon für Panionis und Birmingham gespielt. Er ist also nicht zum ersten Mal in fremder Umgebung“, sagt Werner.

Meier, dem zuletzt die Innenverteidiger ausgingen, ist erleichtert: „Unsere Situation ist ja bekannt. Er ist ein robuster Manndecker mit sehr guten Referenzen.“ Auch mit der Sprache dürfte es keine Probleme geben: „Er spricht perfektes Englisch und etwas Deutsch.“

Nach der Unterschrift flog Latka am Donnerstag noch einmal nach Prag zurück, um seine persönlichen Angelegenheiten zu regeln. Am Samstag wird er wieder in Düsseldorf erwartet - aber reicht dann eine gemeinsame Trainingseinheit, um beim Liga-Start gleich mit dem neuen Team spielen zu können? Meier: „Wir müssen abwarten, wie sich die Dinge entwickeln.“

Sein bisheriger Trainer war übrigens Fortuna-Ikone Petr Rada (54). Er sieht den Transfer mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ich wollte den Spieler sehr gerne behalten. Aber ich bin mit dem Herzen glücklich, wenn einer meiner Jungs zur Fortuna geht.“

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