Die Nase zu, die Augen gerötet, Sascha Rösler sah gestern nicht gut aus. „Ich habe Heuschnupfen und große Probleme, wenn so viele Pollen herumfliegen“, meinte der Offensiv-Allrounder leicht genervt.
Doch das ist wirklich das einzige Problem des Routiniers: „Ansonsten läuft es perfekt für mich bei Fortuna, ich habe einen Riesenspaß hier.“ Sieht auch der Klub so. Deshalb wird der Kontrakt mit dem Blondschopf verlängert.
„Beide Seiten wollen, vielleicht ist nur das einzige Problem, dass jetzt Wochenende war“, bestätigt Manager Wolf Werner, dass noch diese Woche alles klargemacht wird. Auch Rösler sagt: „Ich gehe davon aus, dass es jetzt sehr schnell geht.“
Obwohl er bereits 33 ist, verzichtet Sascha auf einen Rentenvertrag: „Brauche ich nicht. Wir haben ein großes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Ich denke, dass ich gezeigt habe, dass ich eine Führungsrolle übernehmen kann. Was nützt mir da zum Beispiel eine Verlängerungsoption für eine weitere Saison, wenn ich 25 Einsätze schaffe. Wenn ich so oft spiele, habe ich doch sowieso gezeigt, dass man mich gebrauchen kann“, so Sascha selbstbewusst. „Dann würde Fortuna auch so verlängern.“
Rösler will mit Leistung überzeugen. Mit dem Routinier, seit dessen Einstieg Fortuna die Spitzenbilanz von 45 Punkten (!) in 24 Partien hingelegt hat, kaufen sich die Rot-Weißen übrigens auch das Aufstiegsgen ein. Denn Sascha hat nächste Saison die dicke Chance, Geschichte zu schreiben.
Schaffen die Düsseldorfer tatsächlich die Bundesliga-Rückkehr, wäre es für Rösler nach Ulm, Aachen und Gladbach der vierte Aufstieg ins Oberhaus mit dem vierten Verein – absoluter Rekord! „Das wäre ein Traum“, gibt der fünffache Torschütze zu. „Aber wir sollten erst einmal besser starten – und dann von Spiel zu Spiel denken. Mal sehen, was dann möglich ist...“
Das nächste Ausrufezeichen kann Rösler, der in Aachen wohnt, ausgerechnet gegen Ex-Klub Alemannia setzen. Bei dem spielt sein bester Kumpel Thomas Stehle („auf dem Platz ist Sascha ein Arschloch“), Röslers Schwiegervater ist glühender Aachen-Fan. „Macht nix“, so der Führungsspieler cool. „Ich will unbedingt gewinnen, werde alles dafür tun.“ Genau deshalb soll er Fortune bleiben.
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