Wenn jemand Sascha Rösler als „Drecksack“ auf dem Platz bezeichnet, ist das für Fortunas erfolgreichsten Stürmer eher ein Kompliment. Doch eine Show, wie er sie in der Nachspielzeit gegen Frankfurt ablieferte, hat man selbst von ihm noch nicht gesehen...
Nach Düsseldorfs spätem Ausgleichstor im Spitzenspiel war er quer über den Platz zu Eintracht-Trainer Armin Veh gelaufen, jubelnd vor ihm auf den Knien gerutscht. Anschließend gab es noch einen Rempler, es folgte Rudelbildung.
„Komm doch, komm doch“, rief er Richtung Veh. Die Situation eskalierte. Rösler sah Gelb-Rot, auch Veh musste vorzeitig in die Kabine.
Auslöser der wilden Szenen waren verbale Attacken aus der Vorwoche. Veh hatte den Düsseldorfern (erhielten am Montag den elften Elfmeter der Saison) Fallsucht und Theatralik vorgeworfen. Und dann bekam Fortuna ausgerechnet gegen Frankfurt einen Elfmeter in letzter Sekunde...
Während Veh nach dem Spiel die Pressekonferenz boykottierte, legte er am Dienstag gegen Rösler nach – bezeichnete den Fortuna-Stürmer als „Rotzlöffel“ und „Schande für den Fußball“!
Auch Manager Wolf Werner bekam sein Fett weg: „Er war früher mal mein Co-Trainer. Aber vor ihm habe ich den Respekt verloren, weil jemand wie Rösler bei Fortuna so spielen darf.“
Werners Reaktion: „Wie kann man etwas verlieren, das gar nicht mehr da ist? Meinen Respekt hat er schon verloren, als er mit diesen Scharmützeln angefangen hat! Das nimmt ja groteske Formen an. Nach dem Spiel hatte er ein großes Forum und sagt nichts. Einen Tag später tritt er nach.“
Rösler selbst erhielt einen Maulkorb, sagte nur: „Ich muss nach Hause, gleich kommt der Elektriker.“
„Wir sind in der ersten Liga! Ende! Aus!"
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