Er ist gebürtiger Berliner, wuchs im Stadtteil Spandau auf. „Berlin ist eine tolle Stadt“, sagt Fortunas Torjäger Ranisav Jovanovic, „sehr vielschichtig und sehr interessant.“
Doch wenn es Montag (20.15 Uhr, Esprit-Arena) zum Duell mit dem Klub aus seiner Heimatstadt kommt, schwingt beim Torjäger sehr wenig Sympathie mit. Die Hertha mag der 29-Jährige überhaupt nicht.
„Für die habe ich mich nicht einmal als Junge interessiert, da war ich vielleicht einmal bei einem Liga-Spiel im Stadion. An ein Match im DFB-Pokal kann ich mich aber gut erinnern, da hat Tennis Borussia die Hertha im Olympiastadion 1998 mit 4:2 geschlagen, das fand ich super“, erinnert sich Rani. „Das ist nicht mein Klub. Ich bin doch ein Lila-Weißer und kein Blau-Weißer. Nein, zur Hertha wollte ich noch nie!“
Umso mehr hat sich der Goalgetter für das Kräftemessen mit dem Bundesliga-Absteiger vorgenommen.
„Den Sandor Torghelle und mich wurmt das am meisten, dass wir bisher nicht getroffen haben. Wir sind beide heiß darauf zu zeigen, dass wir es besser können. Die Kritik, die wir einstecken mussten, war ja berechtigt. Wäre wirklich schön, wenn ich gegen Berlin mein erstes Tor mache. Aber wichtiger ist, dass wir am Ende gewinnen.“
Das sieht auch Teamkollege Assani Lukimya so: „Ich bin ja in Wedding – wie es heißt, dem Ghetto Berlins – aufgewachsen, habe drei Jahre für Hertha II gespielt. Das ist natürlich ein ganz besonderes Duell für mich, auf das ich mich sehr freue. Ich würde mit Fortuna wirklich sehr gerne gewinnen.“
Die Berliner Jungs bei Fortuna brennen auf den Hertha-Hit – Jovanovic erhält sicher eine weitere Bewährungschance im Angriff, bei Luki ist das nach bisher durchwachsenen Leistungen eher fraglich. Konkurrent Tiago drängt ins Team.
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