Fortuna Düsseldorf
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Empfehlen | Drucken | Kontakt 15.12.2012 - 20:18 Uhr

Nach 12 Spielminuten: Fortuna-Ultras wanderten in Stammkneipe ab

Der Block der Ultra-Fans war nach 12 Minuten leer, man schaute das Spiel in der Stammkneipe „Kastanie“.
Der Block der Ultra-Fans war nach 12 Minuten leer, man schaute das Spiel in der Stammkneipe „Kastanie“.
Foto: dpa
Düsseldorf –  

Die ganze Arena stand nach Spielschluss, sang die Hosen-Hymne und feierte frenetisch. Was nach dem dritten Heimsieg in Serie eigentlich kein besonderes Szenario war, in diesem Fall aber schon: Diejenigen, die sonst am lautesten sind, waren schon nach einer Viertelstunde nicht mehr da.

Das Thema Fans und Sicherheitspapier setzte sich auch bei Fortunas letztem Ligaspiel des Jahres fort. Über den Blöcken und 41 und 42, wo vornehmlich Mitglieder der Ultras und des Supporter Clubs stehen, hing ein großes schwarzes Banner: „Schämt euch!“ Galt natürlich nicht der Mannschaft, sondern dem am Mittwoch von der DFL verabschiedeten 16-Punkte-Papier.

Zu Beginn der Partie schwiegen sie, hatten aber diesmal keine Unterstützung der anderen Düsseldorfer Fans, die ihr Team lautstark unterstützten.

Nach zwölf Minuten skandierten die Anhänger in der Supporters Area dann: „Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt“ und verließen den Block. In der benachbarten Fan-Kneipe „Kastanie“ hatten sie eine Leinwand organisiert, schauten sich das Spiel aus Protest außerhalb der Arena an.

Diese „Nikoläuse“ hatten mit Protest nichts an der Mütze.
Diese „Nikoläuse“ hatten mit Protest nichts an der Mütze.
Foto: Hesse

Dafür sprangen alle anderen ein, sorgten für eine tolle Atmosphäre beim gelungenen Jahresabschluss in Sachen Bundesliga. „Die anderen Fans waren so laut, dass man das gar nicht gemerkt hat“, machte Verteidiger Jojo van den Bergh anschließend keinen Unterschied zu anderen Heimspielen aus. „Ich hoffe aber natürlich trotzdem, dass beim nächsten Mal wieder alle mit dabei sind.“

Auch Stadion-DJ Opa beteiligte sich übrigens am Protest. Er legte vor dem Anpfiff „Hey Baby“ von DJ Ötzi auf. Und das ist der Interpret, den er normalerweise als allerletzten spielen würde.

Am Ende sprachen dann aber alle nur noch von der sensationellen Hinrunde, die Fortuna in dieser Form nur die wenigsten zugetraut hatten…

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