Um 10.52 Uhr klettert Tobias Levels in Büderich aus dem schwarzen Golf von Fortuna-Mitarbeiter René Grotus, der Vorkämpfer muss zum Medizin-Check bei Düsseldorfs Mannschaftsarzt Dr. Alois Teuber.
„Ein anderer Zweitligist als Fortuna kam für mich nicht in Frage. Ich freue mich, dass alles geklappt hat. Nun ist es mein Ziel, auf dem Platz zu stehen. Ich werde alles für den Verein geben und versuchen, mit der Fortuna aufzusteigen“, sagt der 24-Jährige, der bis zum Ende der Saison von Bundesligist Mönchengladbach ausgeliehen wird.
Anschließend haben die Düsseldorfer eine Kaufoption. Für die Chance, bei den Rot-Weißen wieder ins Rampenlicht zu rücken, verzichtet Levels auf über 150.000 Euro Gehalt. Gladbach zahlt nicht die komplette Differenz zwischen seinem Fohlen-Honorar und dem, was er nun in Düsseldorf verdient.
Nachdem der „Terrier“ bei den Borussen von Trainer Lucien Favre aussortiert wurde (unter Vorgänger Frontzeck war er Erstliga-Stammspieler und Vizekäpt’n) greift er nun in Düsseldorf voll an: „Weil mein Freund Jojo van den Bergh damals zur Fortuna ging, habe ich die Entwicklung intensiv verfolgt und war oft auch live vor Ort. Die Truppe ist gewachsen, hat viel Qualität und kann ganz oben mitspielen. Ob es für den Aufstieg reicht, hängt von vielen Faktoren ab.“
Die Tobias (erhält die Trikot-Nr. 19) bestens kennt. Er bringt das Aufstiegs-Gen mit, 2008 wurde er mit Gladbach Zweitliga-Champion. „Das ist vorbei. Da wurde ich zuletzt nicht gerade rühmlich behandelt“, so der Blondschopf. „Jetzt spiele ich in Düsseldorf. Eine schöne Stadt übrigens, in der ich aus mehreren Gründen fast jede Woche war.“
Dass Levels (Stammverein St. Tönis, über Uerdingen 1999 nach Gladbach) als langjähriger Borusse bei Fortunas Fans einen schweren Stand haben wird, glaubt Düsseldorfs Manager Wolf Werner nicht: „Unsere Anhänger sind intelligent genug, einen Spieler nur nach seinen Leistungen, die er für unseren Verein bringt, zu beurteilen. Und da ist mir nicht bange.“
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