Die Frankfurter Schmutzkampagne vor dem Spiel hat nichts genutzt - nach dem 1:1 im Spitzenspiel hören die dicken Brieftaschen der Liga einfach nicht auf.
„Sie haben jetzt elf Elfmeter in dieser Saison. Ich bin davon überzeugt, am Ende der Saison werden es 21 sein. Das ist nicht akzeptabel“, ätzte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen.
Fortuna-Manager Wolf Werner befürchtete unlängst bereits, dass die ganze Debatte Einfluss auf die Schiedsrichter nehmen könnte. Schließlich steckt in den Hetzparolen vom Main die versteckte Aufforderungen an die Unparteiischen, keine Strafstöße mehr für Fortuna zu pfeifen.
Dabei ist die Wahrheit eine ganz andere: Hätten die Schiedsrichter in dieser Saison alles korrekt gepfiffen, hätte die Mannschaft von Norbert Meier (vorausgesetzt, Jens Langeneke hätte die entsprechenden Elfmeter wie üblich verwandelt) sogar noch drei Punkte mehr auf dem Konto!
Das Fachmagazin „Kicker“ veröffentlichte letzte Woche eine Aufstellung, nach der acht von zehn der bis dahin gegebenen Elfer für Fortuna korrekt waren. Als unberechtigt wurden die Strafstöße gegen Rostock und Fürth eingestuft - würde im letzteren Fall zwei Punkte kosten.
Demgegenüber stehen allerdings drei krasse Fehlentscheidungen gegen Fortuna. Die erste davon kurioserweise beim Hinspiel in Frankfurt, als eine klare Attacke von Schildenfeld gegen Thomas Bröker nicht geahndet wurde - kostete zwei Punkte.
Ebenso wie in Braunschweig, als ein deutliches Halten gegen Maximilian Beister im Fünfmeterraum nicht gepfiffen wurde. Beister war es auch, der gegen Paderborn in der Nachspielzeit gefällt wurde. „Ein tausendprozentiger Elfmeter“, ärgert sich Werner immer noch.
Zählt man alles zusammen, fehlen Fortuna sogar noch drei Punkte. Aber das will man in Frankfurt garantiert nicht hören...
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