„Ich freue mich, dass meine alten Knochen das noch so gut mitmachen. Aber manchmal brauche ich halt einen Moment länger, um aufzustehen und längere Regenerationsphasen“, so Sascha Rösler. „Aber der Spaß ist noch immer riesengroß.“
Das sieht man! Der 34-Jährige wirbelt über den Platz wie ein Jungspund. Energie dreht er mit einem selbst erzielten Traumtor und zwei vorbereiteten Treffern (für Beister und Grimaldi) fast im Alleingang den Saft ab - je oller, je doller!
Der Super-Oldie ist aus dem Team gar nicht mehr wegzudenken, im Offensivspiel der Düsseldorfer Dreh- und Angelpunkt.
Die Pille aus vollem lauf in den Winkel zu hämmern, schlitzohrig dem Gegner den Ball zu klauen oder einen Konter eiskalt auszuspielen - Rösler zeigte gegen Cottbus seine ganze Palette, ist zudem auch noch ein richtiger „Stinkstiefel“, der die Kontrahenten zur Weißglut treibt.
Sascha genießt bei Fortuna seinen vierten Frühling und könnte auch den vierten Erstliga-Aufstieg erleben (nach Ulm, Aachen und Gladbach).
Als er vom „FC Arbeitslos“ zu den Rot-Weißen kam, glaubten viele, dass er Fortuna sportlich nicht nach vorne bringen kann.
Doch Rösler hat seine Kritiker mit Klasseleistungen mundtot gemacht. „Warum sollte ich einen langfristigen Vertrag anstreben. Wenn mein Körper mitmacht und ich gut genug spiele, gibt es für den Verein doch keinen Grund nicht zu verlängern“, meinte Sascha während der letzten Vertragsverhandlungen selbstbewusst.
„Und wenn ich nicht spiele, bin ich auch nicht gut genug.“
Davon kann allerdings keine Rede sein. Der erfahrene Profi passt optimal in die Mannschaft, übernimmt Führungsaufgaben auf und neben dem Platz. Macht er so weiter, könnte es mit der Rente noch ein bisschen dauern...
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