Schüchtern steht Cristian Ramirez nach seinem ersten Training vor der Esprit-Arena, schaut ehrfurchtsvoll Richtung Stadion. Dann huscht ein Lächeln über sein Gesicht – es ist klar zu sehen, die Vorfreude auf seine zukünftigen Auftritte im Stockumer Schmuckkästchen ist groß.
„Stimmt“, sagt sein Berater Jose Luis Chiriboga, „Es hatten sich viele Vereine für ihn interessiert, aber er wollte unbedingt nach Düsseldorf. Auch seine Eltern haben dafür plädiert. Fortuna ist ein toller Klub mit Perspektive, der sich sehr gut entwickelt hat. Cristian hat das 1:0 gegen Fürth miterlebt, war begeistert von der Mannschaft und der Atmosphäre.“
Der 18-Jährige ist in seiner Heimat Ecuador ein absolutes Ausnahmetalent. „Er durchlief alle Jugendnationalmannschaften, spielte schon mit 16 in der Ersten Liga. Als er immer so oft trainieren ging, eine Stunde früher da war und anschließend noch Extraschichten machte, haben ihn seine Kumpels ausgelacht. Aber jetzt hat er hier bei Fortuna die ganz große Chance, Fußballprofi zu werden“, erklärt Chiriboga.
„Ein Traum, um den ihn die anderen bestimmt beneiden werden.“ Weniger allerdings um das europäische Wetter. Chiriboga: „Das ist eine andere Welt hier. Besonders das Wetter. Cristian kommt aus San Antonio, das ist nicht einmal eine Stunde weg vom Meer. In Ecuador ist es immer warm. Der Junge hat in seinem Leben noch nie Strümpfe gebraucht.“
Der Socken-Schock für den Barfußkicker! Also Fans, strickt dem Neuen ein paar hübsche Fußwärmer! Für Ramirez zahlte Fortuna stattliche 500.000 Euro Ablöse.
Laut Chefscout Mark Uhlshöfer ist er jeden Cent wert: „Er ist trotz seiner Jugend schon erfahren, beidfüßig, löst die Dinge fußballerisch schon richtig gut. Ich war zweimal in Südamerika, um ihn zu beobachten. Er hat mich absolut überzeugt. Die Reisen waren Torturen, aber es hat sich gelohnt.“
Und ein paar Socken mit F95-Logo sind sicher auch noch drin...
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