„Wenn Emotionen im Spiel sind, habe ich nur noch mehr Spaß!“ Sagte Sascha Rösler vor dem Zoff-Gipfel gegen Frankfurt. Zum Disput mit Eintracht-Trainer Armin Veh und zur anschließenden Gelb-Roten-Karte schweigt er weiter.
Auch am dritten Tag danach tauchte er ab, fuhr vom Training fix zurück in seine Aachener Wahlheimat. Einen Kilometer Luftlinie vom Tivoli entfernt wartete Freundin Annika. „Zu Hause ist mein Sascha ganz lieb“, so seine „bessere Hälfte“.
Rösler beißt sich auf die Lippen: „Wir müssen uns auf das schwere Spiel in München konzentrieren.“ Er selbst darf wegen seiner Sperre nicht ran – was die Löwen freuen dürfte. „Ich bin ganz froh, dass ich ihn nicht auf dem Fußballplatz kennengelernt habe. Da erkennt er sich ja manchmal selbst nicht wieder“, so Saschas Annika. „Mir macht das aber nichts aus. Sascha lebt für seinen Sport, ist ehrgeizig und will seine Ziele unbedingt erreichen. Damit kann ich sehr gut leben.“
Nur wenn ihr Freund von seinen Teamkollegen rasiert wird - wie 2008 nach Gladbachs Bundesliga-Rückkehr - hat Annika ein Problem. „Diese Frisur ist ein Trennungsgrund. Ich suche mir jetzt einen Surfer“, bekam der kahlgeschorene Sascha noch in der Aufstiegsnacht zu hören.
Röslers Reaktion: „Meine Freundin trennt sich erst mal vier Wochen von mir. Sind die Haare wieder gewachsen, kommt sie zurück.“ Mittlerweile sind beide im verflixten siebten Jahr glücklich. Annika süffisant: „Das Aufstehen nach einem Spiel fällt ihm nicht mehr so leicht.“
Rosenmontag schon. Denn Rösler muss das Duell bei seinem Ex-Klub 1860 (5 Siege, ein Remis aus den letzten 6 Spielen) bekanntlich am TV verfolgen. Seine Emotionen lässt er dann am 27. Februar beim Flutlicht-Derby gegen Aachen wieder raus.
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