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Düsseldorfer gesteht: André P.: „Ich bin der Elfmeter-Punkt-Dieb“

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André P. präsentiert das kleine Rasenstück, mit dem er bundesweit für großes Aufsehen sorgte.
André P. präsentiert das kleine Rasenstück, mit dem er bundesweit für großes Aufsehen sorgte.
Foto: Ovelgönne
Düsseldorf –  

Ihn kennt seit einer Woche ganz Deutschland: Der Mann, der den Elfmeterpunkt (oder zumindest einen Teil davon) klaute. EXPRESS hat ihn gefunden. André P. (35, Name von der Redaktion geändert) spricht exklusiv im EXPRESS über den Relegations-Wahnsinn in der Arena.

Der Platzsturm: „Wir standen auf der Tribüne in der ersten Reihe, vor uns Ordner mit ausgebreiteten Armen. Wir konnten gar nichts mehr sehen, die Leute waren heiß darauf, auf den Platz zu kommen. Dann ertönte ein Pfiff und die Ordner gingen zur Seite.“

Die Sekunden danach: „Wir sind freudestrahlend auf den Platz gelaufen, um den Aufstieg zu feiern. Da habe ich die Gunst der Stunde genutzt. Es ist der Traum von jedem Fan, ein Stück Aufstiegsrasen mitzunehmen. Und der Elfmeterpunkt ist der königlichste Punkt auf dem Platz.“

Die Buddelaktion selbst: „Ich hatte eine Fortuna-Fahne mit Rollstab, der mir zerbrochen ist. Damit habe ich den Rasen perforiert, bin dann mit der Hand drunter und habe das Stück rausgehoben.“

Der Schock: „Ich habe erst als ich vom Rasen runter bin gemerkt, dass das Spiel noch nicht beendet ist. Ich war total perplex. Ich würde doch nie etwas tun, was Fortuna schadet. Im Gegensatz zu 90 Prozent aller Zuschauer war ich schon in der Oberliga dabei. Vor zwei Jahren war ich total traurig, weil ich keine Karten fürs Aufstiegsspiel gegen Bremen bekommen habe.“

Das Verlassen der Arena: „Auf der Straße haben Leute nach Fotos gefragt und mir gratuliert. Da habe ich mich noch gut gefühlt. Jetzt habe ich Angst und weiß, dass ich Mist gebaut habe. Ich möchte nicht, dass Fortuna wegen eines Missverständnisses bestraft wird. Wir waren doch nur feiernde und glückliche Menschen auf dem Platz. Ich bin zwar nur das Gesicht der Menge, möchte mich aber bei Norbert Meier und der Mannschaft entschuldigen.“

Der allgemeine Spott, er wird im Internet als Elfmeter-Depp verhöhnt: „Ich komme damit klar, ich bin ein lustiger Kerl. Wenn ich derzeit irgendwo bin, werden Handys gezückt, Fotos geschossen, es wird hinterm Rücken getuschelt. Wichtig ist mir nur, dass Fortuna keinen Schaden nimmt.“
Die Konsequenzen für ihn: „Ich bin Alleinverdiener, kann mir kein Auto leisten. Aber ich bin bereit alles zu tun, was in meinen Möglichkeiten liegt.“

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