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Duell gegen die Bayern: Fortuna-Coach Meier: „Wir sind keine Bockwurst-Truppe“

Meier: „Wir können auch kicken.“
Meier: „Wir können auch kicken.“
 Foto: Bongarts/Getty Images
Düsseldorf –  

Einer in Düsseldorf weiß ganz genau, wie man den großen FC Bayern München ärgern kann. Campino, Frontsänger der „Toten Hosen“, ließ Uli Hoeneß mit dem „Anti-Bayern-Song“ einst Kochen vor Wut. Der heutige Präsident hatte das Lied als „Dreck“ bezeichnet, „an dem unsere Gesellschaft irgendwann ersticken wird“.

Ausgerechnet zum ersten Duell der Fortuna mit dem Fußball-Rekordmeister seit 15 Jahren (Samstag 15.30 Uhr) machte der starke Aufsteiger die „Hosen“ nun zu Ehrenmitgliedern.

„Ich war gar nicht informiert“, sagte Düsseldorfs Trainer Norbert Meier vor dem Spiel, „aber ich finde alles toll, was die Fortuna macht.“ Toll ist auch die Bilanz seiner Mannschaft: Zehn Punkte aus den ersten sieben Spielen bedeuten momentan Rang sieben für den Aufsteiger, der nach den Bayern die zweitbeste Abwehr der Liga (drei Gegentore) stellt.

Meier hat dafür eine einfache Erklärung: „Wir können auch ein bisschen kicken, wir sind keine Bockwursttruppe.“ Im gesamten Jahr 2012 verließ bislang kein Auswärtsteam die „Festung Esprit-Arena“ als Sieger.

Giefer gab dem FCB einen Korb

Einen großen Anteil am Erfolg hat Fabian Giefer, für den das Duell ein besonderes ist. Der 22-Jährige wäre beinahe bei zu den Bayern gegangen. Trainer Jupp Heynckes hatte ihn vor der Saison angerufen und ihn gefragt, ob er sich einen Wechsel nach München als Nummer zwei hinter Manuel Neuer vorstellen könne.

„Ich habe mich natürlich sehr gefreut. Bei Bayern auf der Bank ist schon mal eine ganz andere Nummer auf der Bank“, beschrieb Giefer in der Sport Bild seine Gedanken nach dem verlockenden Angebot. Er grübelte, entschied sich dann jedoch für die „Steigerung“, das „Risiko“ - die Fortuna eben: „Darum gab ich Bayern auch einen Korb.“

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Beim letzte Aufeinandertreffen mit dem FCB hatte die Fortuna das Nachsehen: Am 26. April 1997 setzte es ein 0:5. Der letzte Erfolg der Fortuna datiert aus dem Jahr 1985. Gegen das Team des damaligen Trainers Udo Lattek feierte man einen 4:0-Kantersieg. Einer, der diesmal für Tore sorgen könnte, ist Stürmer Andrej Woronin. Der Neuzugang von Dynamo Moskau, der bislang weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, traf schon viermal gegen München.

Wird der angeschlagene Andreas Lambertz nicht rechtzeitig fit, dürfte Woronin auf jeden Fall in die Startelf rücken. Sicher muss Meier den verletzten Innenverteidiger Stelios Malezas und den gelb-rot-gesperrten „Sechser“ Oliver Fink ersetzen.

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