Empfehlen | Drucken | Kontakt29.07.2009 - 00:00 Uhr

Das Rasta-Duell: Fortune Zoundi gegen HSV-Star Pitroipa

Von O. KRAUSE
Fortunas Rasta-Mann Zoundi freut sich auf das Wiedersehen mit Hamburgs Pitroipa.
Fortunas Rasta-Mann Zoundi freut sich auf das Wiedersehen mit Hamburgs Pitroipa.
Foto: Ovelgönne

Düsseldorf - Sie sind in ihren Mannschaften die absoluten Exoten: Patrick Zoundi bei Fortuna und Jonathan Pitroipa beim HSV. Beide stammen aus Westafrika-Binnenstaat Burkina Faso. Beide wurden in der Hauptstadt Ouagadougou geboren.

Beide entstammen der berühmten Fußballschule „Planète Champion International“ und spielen zusammen im Nationalteam in der WM-Qualifikation.

Doch spätestens Montag ist Schluss mit lustig. Dann werden die beiden Freunde erbitterte Konkurrenten, wenn Zweitliga-Aufsteiger Düsseldorf das Bundesliga-Urgestein HSV beim Erstrunden-Hit aus dem Pokalwettbewerb werfen will.

Es wird das Duell der „Rasta-Kumpel“. „Jonathan ist ein Freund von mir“, so Zoundi. „Erst gestern haben wir noch telefoniert. In der Nationalelf spielen wir direkt nebeneinander, er hinter den Spitzen, ich auf Rechtsaußen.“

Doch beim ersten Pflichtspiel der Saison geht‘s gegeneinander. Da kämpft das Duo um den Einzug in die nächste Runde und eine fette Erfolgsprämie.

„Jeder wird für seinen Verein alles geben. Die 90 Minuten - oder vielleicht ja noch länger - gibt es keine Gnade“, verspricht Zoundi. „So muss es auch sein, denn wir sind Profis. Ich freue mich riesig auf dieses Highlight vor so vielen Fans.“

Sieht sein Freund Pitroipa genauso: „In einem wunderschönen Stadion geht es vor toller Kulisse um alles oder nichts. Für jeden Fußballer ein Traum. Aber Fortuna ist stark, wir nehmen das Spiel sehr ernst. Auf Patrick müssen wir aufpassen. Der kann jederzeit gefährliche Situationen heraufbeschwören.“

Laufen beide auf, erwartet die Zuschauer ein richtiger „Flohzirkus“: Zoundi (1,74 Meter, 65 Kilo) gegen Pitroipa (1,76 Meter, 60 Kilo). Läuft eine Wette?

„Nee“, sagt Zoundi. „Es wird ein bisschen gestichelt und geflachst, aber gewettet haben wir nicht.“ Egal wie es ausgeht, nach dem Kracher werden sich die beiden in die Arme fallen und die Trikots tauschen.

Fragt sich nur, welches dann nach Siegerschweiß riecht. Zoundi: „Der HSV ist Favorit, wir Außenseiter. Aber das heißt nichts. Wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen.“

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