Empfehlen | Drucken | Kontakt19.02.2012 - 22:31 Uhr

1:2 bei 1860 München: Fortunas fieser Kater an Karneval!

Von VOLKER GEISSLER
Münchens Kevin Volland (r.) und Düsseldorfs Maximilian Beister im Duell.
Münchens Kevin Volland (r.) und Düsseldorfs Maximilian Beister im Duell.
Foto: dapd
München –  

Karnevalsausflüge nach Bayern kann sich Fortuna künftig sparen. Wie jedes Mal seit 2009 gab es erneut eine Pleite, diesmal mit 1:2 bei 1860 München.

Und zur Krönung darf sich Fortuna auch noch über den Blechorden „freuen“ - die Mannschaft rutscht von Platz 1 auf 4 ab. Das würde am Ende nicht mal für die Relegation reichen – ein fieser „Helau-Kater“!

Ob es an der Tatsache lag, dass Münchens Präsident Dieter Schneider in der vergangenen Woche eine Audienz bei Papst Benedikt hatte, dass die Löwen am Sonntag selbigen in der Tasche hatten? Denn es entwickelte sich ein irrer Nachmittag.

„Das war sehr guter Fußball, eines unserer besten Auswärtsspiele“, sagte Norbert Meier danach – und hatte damit sogar recht. Fortuna fing sich zwar schnell ein Gegentor, trumpfte in der Folge aber bis zur Pause großartig auf.

Leider vergaßen Meiers Männer dabei das Toreschießen. Als Maxi Beister eine Minute vor der Pause endlich einlochte, hätte er statt des Ausgleichs eigentlich schon seinen persönlichen Hattrick bejubeln müssen.

So schlug sich Fortuna bei den Löwen
Bildergalerie ( 7 Bilder )

„Bei einer Szene rettet Kiraly großartig, bei der anderen stehen welche auf der Linie. Ich halte voll drauf und treffe einen“, erklärt der Fortuna-Blitz seine Fehlversuche. Doch die verursache er nicht alleine.

„Wir hatten Chancen im Minutentakt“, ärgerte sich Meier. Nach dem Wechsel sah der Trainer einen packenden Schlagabtausch, der nach einer Freistoß-Finte sogar noch mit einem Sieg der Sechziger endete. Völlig überflüssig, denn selbst danach hatten die Gäste noch mehrere Chancen zum Ausgleich.

So hielt der starke Kiraly (90.) toll gegen Ranisav Jovanovic. Und das hat einen weiteren üblen Nebeneffekt: Jetzt mischen sogar auch die Löwen wieder in der Spitzengruppe mit. Fortuna braucht dringend gegen Aachen den ersten Rückrundensieg, um dranzubleiben.

Abwehrchef Jens Langeneke angefressen: „Es liegt an zwei Dingen. Vorne haben wir eine schlechte Chancenverwertung, hinten kassieren wir zu viele Tore aus wenigen Gelegenheiten. Im Fußball zählen Punkte und nicht, ob man gefällig spielt. 1860 hat ein Tor mehr geschossen und damit verdient gewonnen.“

Diese Meinung teilten nicht alle. Aber die von Löwen-Trainer Reiner Maurer: „Ein hochklassiges Spiel“.

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