Belgrad/Köln - An ihm schieden sich die Geister. Zwei Jahre lang polarisierte Nemanja Vucicevic auf dem Feld wie kein anderer.
Zu uneffektiv, sagten seine Kritiker. Verkannt, sagten die Liebhaber seiner Risiko-Spielweise. Seine Tempo-Dribblings sind unvergessen.
Doch auf einen neuen Vertrag konnte sich der Serbe mit dem FC im Juni nicht einigen. Die Folge: Nema hat noch keinen neuen Verein gefunden - und der FC keine kreative Alternative!
„Es tut weh, dass ich nicht in Köln bin“, sagt Vucicevic, „ich habe die Stadt und den Verein geliebt. Ich stehe mit einigen Leuten dort noch immer in Kontakt und sage ganz offen: Ich würde nicht Nein sagen, wenn der FC mich haben will.“
Ist das so abwegig? Der Transfer des Rumänen Cristian Tanase scheiterte, auch der von Florian Kringe droht zu platzen.
EXPRESS erwischte den Dortmunder am Montag „nur zufällig“ in Köln: „Die Chancen stehen 50:50. Der FC hat ein Angebot gemacht, das Borussia nicht hoch genug ist. Eine Woche ist noch zum Taktieren Zeit.“
Klar ist: Neuzugang Sebastian Freis ist laufstark und fleißig, doch ein Arbeiter und kein Künstler. Kölns Bosse aber vermissen einen Spieler, der im eins gegen eins auf Außen durchbricht und für Überraschungsmomente sorgt. Einen wie Vucicevic.
EXPRESS erfuhr, dass intern darüber schon diskutiert wurde. „Ich würde gerne noch einmal mit dem FC reden“, sagt Vucicevic.
Poldi-Millionen fließen in den Etat
Der FC möchte mit jungen und motivierten Spielern eine Art Neuanfang schaffen, doch mit den Millionen des Poldi-Transfers ist dabei nicht zu rechnen.
Die drei von der Baustelle
Der FC im Wandel: Mit dem neuen Führungstrio bestehend aus Holger Stansilawski, Jörg Jakobs und Frank Schaefer soll in Köln wieder ehrlicher Fußball gespielt werden. Das Trio steht damit aber vor einer echten Mammut-Aufgabe.
FC kämpft um seine Klein-Sponsoren
EXPRESS erfuhr: Die Zahl der Business Partner und VIP-Sitze wird in der neuen Saison sinken. „Wir haben eine leicht überdurchschnittliche Zahl an Kündigungen“, bestätigt Marketing-Leiter Joachim Lange.