Empfehlen | Drucken | Kontakt19.05.2009 - 00:00 Uhr

Yabo & Basala-Mazana: Die kölschen Gold-Jungs

Von ALEXANDER HAUBRICHS und MARKUS KRÜCKEN
Strahlen mit ihren Goldmedaillen und Vereinstrainer Dirk Lottner um die Wette: Bienvenue Basala-Mazana und Reinhold Yabo.
Strahlen mit ihren Goldmedaillen und Vereinstrainer Dirk Lottner um die Wette: Bienvenue Basala-Mazana und Reinhold Yabo.
Foto: Bucco

Köln - Dienstag, 14.09 Uhr am Hauptbahnhof. Der ICE aus Magdeburg rollt auf Gleis 6 ein - und Kölns EM-Helden steigen aus.

„Da seid Ihr ja!“, jubelt FC-Jugendtrainer Dirk Lottner seinen beiden Schützlingen auf dem Bahnsteig zu.

Reinhold Yabo und Bienvenue Basala-Mazana fallen „Lotte“ um den Hals, dann packen sie ihre Goldmedaillen aus. Und legen spontan einen Jubeltanz hin…

Die kölschen Gold-Jungs sind zurück! „Ray“ und „Ben“ haben die Nachwuchsabteilung des FC stolz gemacht. Und jetzt träumt das Duo von mehr. „Wir wollen so schnell wie möglich bei den Profis debütieren!“, sagt Basala, „nächste Saison wäre schön!“

Fast neidisch schielt der Rechtsverteidiger auf die Alterskollegen aus England. In der dortigen U17-Auswahl hat schon fast jeder Spieler Premier League-Erfahrung sammeln dürfen.

Basala: „Dabei sind wir nicht schlechter als die. Wir haben die hoch geschlagen!“ Mittelfeld-Stratege Yabo ergänzt: „Ich hoffe, dass Herr Daum uns eine Chance geben wird.“

Wenn die beiden Freunde, die sich drei Jahre lang „wie Brüder“ ein Zimmer im Internat teilten, gesund bleiben und sich so weiterentwickeln, steht dem wohl nichts im Wege. Denn: Kölns Bosse halten große Stücke auf die FC-Juwele.

Nach dem Auftaktsieg bei der EM wählte Daum bei ihnen durch, um zu gratulieren. Wie Manager Michael Meier, der ihnen erst vor wenigen Monaten Fünf-Jahres-Verträge kredenzte.

Er weiß: Klubs aus ganz Europa buhlen um das Duo. Der Wahnsinn ist kaum aufzuhalten. „Auf meinem Profil bei StudiVZ schreiben mich schon die Berater an“, erklärt Reinhold, „das nervt total. Aber meine Eltern blocken alles ab.“

Abheben sollen und wollen die beiden Frohnaturen jetzt nämlich nicht. „Wir müssen noch sehr viel lernen“, schließt Yabo, der seit acht Jahren beim FC spielt und sieben davon als Kapitän agierte, „unsere Karrieren fangen gerade erst an.“

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