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Von Fans vertrieben: Pezzoni meldet sich nach Vertragsauflösung zu Wort

Kevin Pezzoni wird nicht mehr auf den Trainingsplatz am Geißbockheim zurückkehren.
Kevin Pezzoni wird nicht mehr auf den Trainingsplatz am Geißbockheim zurückkehren.
 Foto: Eduard Bopp
Köln –  

80 Bundesliga-Spiele hat Kevin Pezzoni für den 1. FC Köln bestritten. Ganz gleich wer in den viereinhalb Jahren, die Pezzoni in Köln kickte, beim FC Trainer war, am Ende schenkte er dem gerade einmal 23 Jahre alten Defensiv-Allrounder das Vertrauen.

Doch einige Unverbesserliche glaubten es besser zu wissen. Sie hatten den einst aus England verpflichteten Pezzoni auf dem Kieker. Beleidigungen, Drohungen, eine gebrochene Nase – über die jetzt erfolgte Vertragsauflösung haben sie vermutlich noch gejubelt – Ziel erreicht.

Mit öffentlichen Äußerungen hält sich der vertriebene Spieler bisher zurück. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte er am Samstagmittag aber eine erste Reaktion. „Es freut mich, zu lesen, wie viel Verständnis für unsere Entscheidung entgegengebracht wird und wie viel Unverständnis wir gemeinsam gegenüber Mobbing, Beleidigungen, Gewalt und Co. haben“, schrieb er. Auf dem Platz oder im privaten Umfeld habe so etwas nichts zu suchen. Dann schrieb er noch: „Die positiven, aufmunternden Rückmeldungen bleiben mir mit vielen schönen und erfolgreichen Spielen mit dem FC in Erinnerung.“

Pezzoni mustte nach seinem Nasenbeinbruch mit Spezialmaske trainieren.
Pezzoni mustte nach seinem Nasenbeinbruch mit Spezialmaske trainieren.
 Foto: Eduard Bopp

In den Kommentaren meldeten sich viele Unterstützer zu Wort. „Auch wenn ich mit diesem ganzen Scheiß nichts zu tun habe, möchte ich mich für das Verhalten einiger Mit-"Fans" entschuldigen. Auch viele Andere empfinden einen hohen "Fremdschäm-Faktor". Alles Gute und viel Glück in der Zukunft“, schrieb Reiner H.. Auch Fans von anderen Vereinen, die über den Vorfall schlicht schockiert sind, gaben Pezzoni beste Glückwünsche mit auf den Weg.

Gesamtes Team unter Schock

Von der Mannschaft äußerte sich Christian Eichner zum plötzlichen Abschied. Das gesamte Team stehe „unter Schock“.

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