Köln - Wenn Kölns Startelf am Samstag ins Stadion der Freundschaft einläuft, wird er wieder nur auf der Bank sitzen.
Thomas Broich (28), der Aufstiegsheld, hat den Sprung in die Stammelf im Oberhaus nie gepackt. Und deshalb deutet alles auf seinen Abschied hin…Broichs Vertrag beim FC endet im Juni.
Verlängert wird er kaum. Offenbar will das der beliebte Mittelfeldmann sogar selbst nicht mehr. Zwar schweigt der gebürtige Münchner darüber seit Monaten eisern. Intern jedoch soll Broich nach EXPRESS-Informationen seinen Abschied unmissverständlich angekündigt haben.
Dazu passt, dass er neulich die Mitarbeiter der Videoabteilung „Sportslab“ um einen Gefallen gebeten haben soll. Man möge ihm doch bitte die besten Szenen aus seiner Kölner Zeit auf eine DVD brennen. Vor allem der Pokaltriumph über Schalke dürfe nicht fehlen. Das Spiel indes stieg im Oktober 2006…
Berater Michael Koppold: „Angebote sind da. Wir haben vereinbart, dass wir in der Länderspielpause eine Entscheidung treffen wollen.“ Anfragen der Zweitligisten Nürnberg und Freiburg liegen vor. Vor allem die Studentenstadt dürfte zum Südstadt-Romantiker passen. Fest steht: Bei seinem Abgang wird die Nummer 10 frei - für Lukas Podolski.
Die drei von der Baustelle
Der FC im Wandel: Mit dem neuen Führungstrio bestehend aus Holger Stansilawski, Jörg Jakobs und Frank Schaefer soll in Köln wieder ehrlicher Fußball gespielt werden. Das Trio steht damit aber vor einer echten Mammut-Aufgabe.
FC kämpft um seine Klein-Sponsoren
EXPRESS erfuhr: Die Zahl der Business Partner und VIP-Sitze wird in der neuen Saison sinken. „Wir haben eine leicht überdurchschnittliche Zahl an Kündigungen“, bestätigt Marketing-Leiter Joachim Lange.
Dieses Trio verkörpert das neue FC-Gesicht
„Es ist ein hochemotionaler Club. Ich male mir aus, was im Stadion und in der Stadt los ist, wenn man dauerhaft Erfolg hat“, sagte Jörg Jakobs bei seiner Vorstellung.