Empfehlen | Drucken | Kontakt27.07.2009 - 00:00 Uhr

Theater um Tanase: Berater Becali attackiert Michael Meier

Von MARKUS KRÜCKEN
Manager Michael Meier.
Manager Michael Meier.
Foto: Bucco

Pitesti/Köln - „Es bleibt dabei. Ich will zum 1. FC Köln.“ Christian Tanase (22) am Sonntagmittag zum EXPRESS.

Doch so einfach ist das nicht. Der Transfer des Kölner Wunschspielers von Rumänen-Klub Arges Pitesti droht eine richtig fiese Hängepartie für alle Beteiligten zu werden. Theater um Tanase!

Ioan Becali, Berater des rumänischen Nationalspielers, will einem Wechsel des Talents nach Köln nämlich einen Riegel vorschieben. Denn er ist sauer auf FC-Manager Michael Meier: „Herrn Meier kenne ich seit 15 Jahren. Er hält sich für den größten Manager auf der Welt, aber er ist es nicht.

Er will Cristi zusammen mit Dorinel Munteanu hinter dem Rücken seines Beraters nach Köln holen. Aber ohne mich läuft nichts! Ich habe Meier zweimal versucht telefonisch zu erreichen. Auf den Rückruf warte ich noch immer. Und ich sage Ihnen etwas: Mein Cousin ist eine große Nummer bei Steaua Bukarest. Wenn sich Meier nicht bei mir meldet, wird Cristi eben zu Steaua wechseln. So einfach ist das.“

Dubios: Becali behauptet, Meier und Munteanu seien am Samstag zu Geheim-Verhandlungen in Pitesti gewesen. Tatsächlich verbrachte Meier den freien Tag in Dortmund-Gartenstadt bei der Familie. Und der millionenschwere Rumänen-Berater legt nach: „Herr Meier kann sich noch nicht einmal einen Dolmetscher leisten und muss stattdessen sogar den Munteanu mitbringen.“

EXPRESS konfrontierte Meier mit den bizarren Vorwürfen. Der 59-Jährige gewohnt kühl: „Ich kommentiere das nicht. Wenn Herr Becali meint, sich äußern zu müssen, muss er das tun. Ich denke, dass Rumänien ein schwieriges Feld ist, was diese Sachen angeht.“

Bitter für den Spieler, bitter für den FC. Denn sollte der Klub Becali nicht mit ins Boot bei den Gesprächen nehmen, hat der Berater andere Pläne mit seinem Schützling: „Dann spielt Cristi eben mit Steaua international und ich verkaufe ihn ein Jahr später für 15 Millionen Euro an Inter Mailand oder Fiorentina. Wie damals den Adrian Mutu.“ Das Theater um Tanase - wird es am Ende eine Tragödie? Oder plustert sich der Berater nur auf?

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