Nur noch drei Tage, dann steigt das „Endspiel“ auf dem Betzenberg. Da hat der FC seit über 22 Jahren nicht gewonnen. Am 16. Dezember 1989 gab’s ein 2:1. Trainer damals: Christoph Daum. Für seinen Nach-Nachfolger Stale Solbakken wird der Betze vielleicht zum Schicksalsberg!
Der FC Trainer weiß das – und weiß auch, was seine Mannschaft erwartet: „Das wird ein heißer Fight, ein offenes Spiel. Lautern ist für seine Tugenden bekannt. Sie kämpfen mit allen Mitteln. Wir müssen auch diesen Willen in die Waagschale werfen.“ Der Norweger richtet einen flammenden Appell an seine Jungs: „Nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen.“
Die Frage ist, ob der Coach vor dem so wichtigen Auswärtsspiel noch alle hinter sich hat. In der Mannschaft soll es nach EXPRESS-Informationen erneut wegen der umstrittenen Solbakken-Taktik rumoren. Die vielen Gegentore durch die hohe Anzahl von Flanken stinkt vielen. Einige Spieler wünschen sich offenbar, dass Sportchef Volker Finke eingreift – und machen daraus untereinander keinen Hehl mehr.
Doch da haben diese Profis die Rechnung ohne den FC-Boss gemacht. „Ich halte das für eine Stellvertreterdiskussion. Wichtig ist, dass hier alle ihren Job machen. Insbesondere die Spieler. Sie stehen auf dem Feld und müssen dafür sorgen, dass wir gegen Lautern und Hamburg die nötigen Punkte holen. Die Qualität dazu haben sie – auch ohne Lukas Podolski“, sagt Strategiechef Claus Horstmann.
Auch das extrem schwierige Verhältnis zwischen Solbakken und Finke darf kein Alibi für die Profis sein. „Beide sind unterschiedliche Charaktere und haben unterschiedliche Aufgaben und daher auch manchmal unterschiedliche Meinungen. Sie müssen ihren Job machen. Und das tun sie“, sagt Horstmann.
Aber was geschieht, wenn sich der Negativtrend auf dem Betzenberg fortsetzt? Wird dann das Spiel gegen Lautern zum Endspiel für Trainer Solbakken?
Horstmann: „Ich habe schon im Winter betont, wie froh wir sind, die Positionen der sportlich Verantwortlichen so hervorragend besetzt zu haben. Das gilt auch weiterhin. Wenn wir hier anfangen, nach drei Niederlagen schon wieder den Trainer in Frage zu stellen – dann fallen wir hier in alte Denkmuster zurück. Und da mache ich nicht mit. Die Personalfrage stellt sich nicht.“
Dann nimmt er nochmal die Spieler in die Pflicht: „Es darf sich keiner hinter der Systemfrage oder einer Diskussion um das Verhältnis Trainer und Sportdirektor verstecken. Was wir brauchen sind Punkte! Aber ich kann mich erinnern, dass wir in der Hinrunde nach zwei Spieltagen eine ähnliche Situation hatten. Danach haben wir 21 Punkte geholt. Das muss uns auch jetzt gelingen!“
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