Empfehlen | Drucken | Kontakt08.02.2010 - 20:11 Uhr

„Das war riesig!“: Soldo will wieder nach Berlin

Von ALEXANDER HAUBRICHS
Im EXPRESS-Interview erinnert sich FC-Coach Zvonimir Soldo an den Pokalsieg 1997 mit dem VfB Stuttgart an der Seite von Giovane Elber und Fredi Bobic.
Im EXPRESS-Interview erinnert sich FC-Coach Zvonimir Soldo an den Pokalsieg 1997 mit dem VfB Stuttgart an der Seite von Giovane Elber und Fredi Bobic.
Foto: Eduard Bopp
Köln –  

Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Kölner Fans ihre Mannschaft nach dem tollen Remis gegen den HSV aus dem Stadion. Nun fiebert die ganze Stadt dem Pokal-Viertelfinale in Augsburg entgegen.

Auch Zvonimir Soldo hat das K.o.-Match fest im Blick - und erinnert sich seine eigene Pokalgeschichte: „In meiner ersten Saison als VfB-Profi haben wir 1997 den Pott geholt. Das war ein unvergessliches Erlebnis“, sagt der FC-Coach im EXPRESS-Interview.

Im EXPRESS-Interview erinnert sich FC-Coach Soldo an den Pokalsieg 1997.
Herr Soldo, stehen Sie vor ihrem wichtigsten Spiel als FC-Trainer?

Jedes Spiel ist wichtig. Aber der Pokal ist schon etwas Besonderes. In meiner ersten Saison in Deutschland habe ich den mit dem VfB Stuttgart gewonnen. Ein unvergessliches Erlebnis. Riesig. Aber soweit will ich noch nicht blicken. Augsburg wird ein extrem schwerer Gegner.

Der FCA hat einen Lauf...

Ja, aber irgendwann geht jeder Lauf mal zu Ende. Außerdem haben wir durch die letzten guten Spiele enorm Selbstbewusstsein getankt. Diesen Schub müssen wir mitnehmen.

Was hat ihnen den zuletzt gut gefallen?

Ich kann ihnen sagen, was mir nicht gefallen hat: Dass wir zuletzt fünf Tore zu Hause schießen und nur einen Punkt holen. Wir müssen wieder konzentrierter werden.

Warum schwächelt die in der Hinrunde so starke Abwehr? Mondragon & Co. strahlen nicht mehr diese Ruhe aus...

Da schleichen sich zu viele Fehler ein. Ich versuche in Einzelgesprächen zu ergründen, woran es liegt.

Aber ihnen dürfte doch auch was gefallen haben?

Natürlich. Die Moral, die die Mannschaft gezeigt hat. Und wir spielen schönen Fußball. Das freut mich für die Fans, die uns auch in der Hinrunde so fantastisch unterstützt haben.

Es ist ein gutes Gefühl, wenn die Arbeit Früchte trägt?

Es gibt keinen Ersatz für Siege und in der Hinrunde gab es sicher Phasen, die haben nicht so Spaß gemacht. Fehlt der Erfolg, wird alles in Frage gestellt. Da waren wir gezwungen, nur auf Ergebnis zu spielen. Das war nicht der Fußball, den ich mir vorstelle.

Damals hielten sie unverbrüchlich an Maniche und Petit fest. Zahlen die jetzt das Vertrauen zurück?

Petit gibt immer alles. Und er hat keine Angst. Maniche macht unser Spiel schnell. Beide sind sehr wichtig für uns.

Maniche fehlte gegen Hamburg. Kehrt er in die Elf zurück?

Ja. Für ihn war es wichtig, von seiner Großmutter Abschied zu nehmen, bei der er aufwuchs, seit er 9 war. Das habe ich respektiert. Jetzt hat er gut trainiert. Ich zähle auf ihn.

Lukas Podolski kehrt zurück. Bekommen Sie mit Tosic, Chihi und ihm ein Luxusproblem?

Wir haben genügend Spiele, jeder bekommt seine Einsätze. Adil hat viel Potenzial und seine Chance genutzt. Aber Lukas gehört zum Team. Und er hat eine Riesenqualität.

Fürchten sie nicht, dass mit Novakovic und Podolski die zuletzt gezeigte Kompaktheit verloren gehen könnte?

Das glaube ich nicht. Fest steht aber: Wer seine Aufgaben nicht erfüllt, wird ausgewechselt.

Haben Sie eine Pokalprämie?

(lacht) Ich habe nicht nachgeschaut. Wer vor so einem Spiel einen finanziellen Anreiz braucht, der hat den falschen Beruf gewählt.

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