Hören diese Spieler ihrem Trainer überhaupt noch zu...?
Am Tag nach der 0:3-Klatsche gegen den Tabellenletzten ließ Trainer Zvonimir Soldo seine Mannschaft – mal wieder – im Besprechungsraum antanzen. Trainerstab und Truppe waren unter sich, kein Betreuer anwesend. Verzweifelt versuchte der Coach, seine seelenlosen Kicker an der Ehre zu packen.
In der Winterpause hatte er noch „das Pokalfinale“ und „40 Punkte“ als „Mindestziel“ für die Saison ausgegeben. Am Sonntagmorgen klang das so: „Fünf Punkte brauchen wir noch! Habt Ihr das verstanden?“, wiederholte Soldo in verschiedener Lautstärke.
36 Zähler hätte der FC so am Ende. Offenbar kalkuliert der Kroate einen Sieg gegen Bochum und zwei Remis gegen Freiburg und in Nürnberg zur Rettung ein.
Die Truppe zeigte auf seine Rechnung aber keine Reaktion. Während des zehnminütigen Monologs sagte kein Spieler ein Wort. Verlieren und kassieren kann man eben auch schweigend.
Nachher gab’s sogar einen Osterkorb als Präsent. Manager Michael Meier spielt alles runter: „Die Sitzung war darauf ausgelegt, dass nur der Trainer spricht. Für ihn ist es eine Sisyphus-Arbeit mit der Mannschaft.“
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