Der FC vor dem richtungweisenden Kellerduell in Bochum: Bei der Pressekonferenz am Donnerstag ging Trainer Zvonimir Soldo in die Offensive.
„Ich erwarte mehr Engagement, habe niemandem verboten, zu laufen oder auf das Tor zu schießen“, sagte Soldo, „die ganze Mannschaft steht unter Beobachtung. Sie hat aber auf dem Trainingsplatz eine Reaktion gezeigt.“
Angesichts der sportlichen Talfahrt hat die Partie des Tabellen-15. beim Bundesliga-Vorletzten an diesem Freitag finalen Charakter für Soldo. Auf Gedankenspiele, ob er im Fall eines ähnlich desolaten Auftritt wie beim 0:4 gegen 1899 Hoffenheim mit seiner Entlassung rechnen müsse, ließ sich der 42-Jährige aber nicht ein.
„Ich schaue nach vorn. Vor der Mannschaft erwarte ich in Bochum jetzt hundert Prozent Einsatz und Engagement“, betonte Soldo, dessen Position nach der desaströsen Heimpleite aber weiter geschwächt scheint. Darüber hinaus muss er fürchten, dass seine Autorität von einigen Spielern gezielt untergraben wird.
Denn auf einer internen Mannschaftssitzung am Sonntag besprochene Dinge drangen über „Maulwürfe“ in die Öffentlichkeit, was Soldo auf die Palme brachte. „Ich bin kein Polizist. Aber in jeder Mannschaft gibt es einen Ehrenkodex. Und das war eine eindeutige Verletzung, so etwas habe ich noch nicht erlebt“, polterte Soldo, der im Kicker- Interview zudem beklagte: „Mit den Personen, die diese Dinge nach außen tragen, kann man keinen Krieg gewinnen.“
Namen der Verdächtigen nannte Soldo nicht, doch als Konsequenz wolle er nun „mehr Einzelgespräche“ führen.
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