Empfehlen | Drucken | Kontakt05.02.2012 - 20:49 Uhr

Roshi entscheidet die Partie: Der Fluch ist beendet: FC siegt 1:0 in Lautern

Großer Jubel: Roshi feiert sein Tor-Debüt.
Großer Jubel: Roshi feiert sein Tor-Debüt.
Foto: dapd
Kaiserslautern –  

Der Fluch ist besiegt. Nach 22 Jahren gewinnt der 1. FC Köln endlich wieder ein Spiel beim 1. FC Kaiserslautern. Odise Roshi brauchte gerade einmal zwei Minuten, um den Betzenberg zu erobern. In der 70. Minute schickte ihn Trainer Stale Solbakken aufs Feld, in der 72. Machte er das spielentscheidende 1:0.

„Es war ein sehr schwieriges Spiel für uns. Wir hatten viel Theater in Köln in den vergangenen Tagen. Der Sieg ist aber verdient. Wir waren die bessere Mannschaft elf gegen elf. Und wir waren die bessere Mannschaft elf gegen zehn“, sagte FC-Coach Stale Solbakken.

Solbakken bewies ein goldenes Händchen. Statt Neueinkauf Chong Tese ins Spiel zu bringen, wechselte er den 20-jährigen Albaner und den 18-jährigen Mikael Ishak ein. Schon Sekunden später hätte er fast das Tor gemacht, als er nach einem Einwurf von Sereno aus der Drehung abzog. Lautern-Keeper Trapp konnte den Ball gerade noch um den Pfosten lenken. Doch bei der darauf folgenden Ecke klappte es dann. Clemens brachte den Ball in die Mitte, wo Roshi seinem Gegenspieler davonlief und den Ball ins Tor köpfte (72.).

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Zum Zeitpunkt des Tores spielte der FC bereits seit einer halben Stunde mit einem Mann mehr. Bei den Pfälzern musste  Neuzugang Borysiuk den Platz bereits nach vierzig Minuten wieder verlassen. Schiedsrichter Wolfgang Stark zeigte ihm nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Lautern-Kapitän Christian Tiffert bezeichnete die Entscheidung im Sky-Interview nach dem Schlusspfiff als korrekt.

Aber auch so hatte sich das Team von Stale Solbakken die drei Punkte redlich verdient. Über die ganze Partie hinweg hatte der FC die besseren Gelegenheiten.

Die beste Chance in der ersten Halbzeit hatte Kevin McKenna, der nach einem Freistoß von Jajalo einen Kopfball an den Pfosten setzte (23.). Auch nach der Pause kamen die Kölner zu guten Chancen. Fast hätte Ishak auch noch seine Torpremiere gefeiert. Doch seinen starken Schuss konnte Trapp über die Latte lenken (84.).

Durch den Sieg kann der 1. FC Köln vorerst aufatmen. Die drei Punkte befördern den Verein von Platz 13 auf den neunten Rang.

„Die Mannschaft hat Selbstvertrauen gebraucht. Mit diesem Sieg im Rücken können wir die nächsten Spiele ruhiger angehen. Ich hoffe, dass wir in Zukunft öfter zu null spielen“, sagte FC-Kapitän Geromel.

Die wichtigsten Szenen:

84. Minute: Und fast macht Ishak auch noch seinen ersten FC-Treffer. Trapp lenkt seinen Schuss über die Latte.

72. Minute: Jetzt aber! Roshi macht das Ding. Der FC führt.

71. Minute: Roshi schießt aus Drehung und macht fast das 1:0. Trapp kann den Ball gerade so um den Pfosten lenken. Roshi war erst wenige Sekunden zuvor gemeinsam mit Ishak ins Spiel gekommen.

54. Minute: Der Ball ist drin, aber Nova stand im Abseits. Er will es nicht wahr haben, doch die Entscheidung des Linienrichters ist korrekt.

40. Minute: Lautern nur noch zu zehnt. Neuzugang Borysiuk fliegt nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz.

37. Minute: Riesenchance für Lautern. Rensing pariert einen Kopfball von Shechter.

23. Minute: Pfosten! Jajalo tritt einen Freistoß von rechts und im Strafraum steigt McKenna am Höchsten. Sein Kopfball prallt aber nur an den rechten Pfosten.

13. Minute: Fast das 1:0 für den FC. Jajalo setzt sich toll auf dem rechten Flügel durch und findet mit seiner Flanke Peszko in der Mitte. Doch der Pole beweist, dass er nicht unbedingt der klassische Mittelstürmer ist.

10. Minute: Während Rodnei verzweifelt mit seinen Handschuhen ringt, kommt Teamkollege Sahan nach Flanke von rechts zum Abschluss. Seine Direktabnahme ist jedoch zu unplatziert.

7. Minute: Eigentlich ein guter Angriff. Lanig spielt Peszko auf links frei, der den Ball in die Mitte bringt. Clemens kriegt die Kugel vor die Füße, hat Zeit, macht aber nichts draus. Zu hektisch.

5. Minute: Erster Ball auf das Tor von Michael Rensing. Tiffert probiert es aus der zweiten Reihe, doch sein Schuss ist zu harmlos. Kein Problem für den FC-Keeper.

So lässt Solbakken spielen: Rensing – Sereno, McKenna, Geromel, Eichner – Lanig, Riether – Clemens, Jajalo, Peszko – Novakovic

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