Köln/Frankfurt/Main - Die Aussagen von Emdens Mittelfeldspieler Paolo Rizzo über Lukas Podolski nach dem 3:0-Sieg der Kölner im Pokalspiel werden möglicherweise Folgen haben.
"Ich war schon enttäuscht, auch menschlich. Ich hatte ihn mir anders vorgestellt, aber auf dem Platz war er ein - ja - ein Arschloch", meinte der Kickers-Akteur über den Nationalstürmer.
Laut DFB-Chefankläger Anton Nachreiner ist das kaum tolerierbar. Dem EXPRESS kündigte er am Sonntag Morgen an: "Wenn er "Arschloch" in einem Interview gesagt hat, werden wir ermitteln."
Zum Vergleich zog Nachreiner das Beispiel Mario Gomez heran. Der Nationalstürmer hatte in der vergangenen Saison Gegenspieler Maik Franz mit demselben Ausdruck öffentlich tituliert und hatte dafür 8000 Euro Strafe blechen müssen: "Wenn das in dem einen Fall gemacht wird, muss man in dem anderen auch handeln."
Ob Rizzo mit seiner Beteuerung, die Aussage "positiv gemeint zu haben" - wie er gegenüber EXPRESS am späten Samstag Abend glaubhaft versicherte - die Ermittler überzeugen kann, bleibt abzuwarten. Am Montag will sich Nachreiner ein Bild vom Fall machen.
Die drei von der Baustelle
Der FC im Wandel: Mit dem neuen Führungstrio bestehend aus Holger Stansilawski, Jörg Jakobs und Frank Schaefer soll in Köln wieder ehrlicher Fußball gespielt werden. Das Trio steht damit aber vor einer echten Mammut-Aufgabe.
FC kämpft um seine Klein-Sponsoren
EXPRESS erfuhr: Die Zahl der Business Partner und VIP-Sitze wird in der neuen Saison sinken. „Wir haben eine leicht überdurchschnittliche Zahl an Kündigungen“, bestätigt Marketing-Leiter Joachim Lange.
Dieses Trio verkörpert das neue FC-Gesicht
„Es ist ein hochemotionaler Club. Ich male mir aus, was im Stadion und in der Stadt los ist, wenn man dauerhaft Erfolg hat“, sagte Jörg Jakobs bei seiner Vorstellung.