Er ist die Entdeckung der beiden Duelle gegen die Spitzenreiter Leverkusen und Bayern München: Adam Matuschyk - durch die Personalsorgen in die Mannschaft gespült - stellte Nebenmann Maniche weit in den Schatten.
Und er hat einen großen Fürsprecher in der Mannschaft. Lukas Podolski hat den jungen Mittelfeldspieler unter seine Fittiche genommen. „Wir reden viel, er hilft mir sehr und gibt mir Tipps“, erzählt der 21-Jährige.
2003 aus Merzig nach Köln gelotst, erlebte er gleich in seiner ersten Saison als Jugendspieler beim FC, wie Podolski bei den Profis den Durchbruch schaffte. Ein Eigengewächs. Ein Junge mit polnischen Wurzeln, ebenfalls in Gleiwitz geboren.
Wie Matuschyk, der mit Papa Georg und Mutter Anna 1991 nach Deutschland gekommen. „Der Lukas hatte es geschafft“, sagt Matuschyk, der damals bei Nachwuchsleiter Christoph Henkel aufgenommen wurde und seit einiger Zei nun mit seiner Frau Denise und Sohn Lennox in Bergheim lebt.
„Lukas ist ein großes Vorbild.“ Dessen Beispiel war Ansporn genug. Sechs Jahre später scheint auch Matuschyk es zu schaffen. „Er ist der Nächste“, glaubt Poldi, dass der Youngster sein Kronprinz werden kann. „Er hat sich gleich gegen mit Bayer und Bayern gegen die beiden besten Mannschaften der Liga durchgesetzt. Das sagt doch schon alles.“
Und Poldi gibt Matuschyk Tipps für die Zukunft. „Er muss jetzt ruhig bleiben, einfach weiterarbeiten. Er hat gezeigt, dass er uns helfen kann. Da muss er dran anknüpfen“, sagt der Prinz. „Ich versuche ihm zu helfen. Im Training und auf dem Platz. Da sprechen wir uns auf polnisch ab.“
Die Kommandos gibt natürlich der Nationalspieler. „Es spricht für Poldi, wie er mit ihm umgeht. Und für Adam kann es nur von Vorteil sein, von Lukas zu lernen“, sagt sein Berater Manfred Schulte.
Apropos Nationalspieler: Weil der polnische Verband sich sehr um ihn bemühte, wird Matuschyk künftig das Trikot seines Geburtsland tragen. „Ich war schon ein paar Mal bei der U21, hoffe bald auf meinen erste Einsatz im A-Team“, sagt Matuschyk. Zumindest in der Nationalelf wird ihn Prinz Poldi also nicht unter seine Fittiche nehmen können...
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