Empfehlen | Drucken | Kontakt07.08.2009 - 00:00 Uhr

Offensivspieler: Soldo ganz heiß auf Yannick

Von ALEXANDER HAUBRICHS und MARKUS KRÜCKEN
Im FC-Visier: Sporting-Stürmer Yannick
Im FC-Visier: Sporting-Stürmer Yannick
Foto: AP

Köln - Hiobsbotschaft für den 1. FC Köln: Am Donnerstag gab Steaua Bukarest die Verpflichtung von Cristian Tanase bekannt. Der Offensiv-Spieler unterschrieb für fünf Jahre beim rumänischen Spitzenklub.

"Man wundert sich manchmal über die Motive. Der Klub bekommt sicher weniger Ablöse, der Spieler weniger Gehalt und die Perspektive ist auch nicht so gut. Aber letztlich muss jeder selbst entscheiden", sagt FC-Manager Michael Meier.

Aber der Kölner Macher wirkt wenig verzweifelt. Denn er hat schon den Plan B in der Tasche! Sein Name: Yannick. Portugiesischer Offensiv-Allrounder von Sporting Lissabon.

Den 23-Jährigen beobachtete Zvonimir Soldo in der Champions League-Qualifikation in Enschede. "Es war nicht so positiv. Aber man darf das nicht an einem Spiel festmachen", sagt der FC-Coach nach dem Spiel, dass er sich gemeinsam mit Co-Trainer Ümit Özat angeschaut hatte.

Deshalb werden die FC-Verantwortlichen am Freitag schon wieder mit Sporting in Kontakt treten. Denn: Die Portugiesen sind klamm, haben ein ganzes Arsenal an Offensiv-Kräften zur Verfügung. "Die sind froh über jeden, den sie von der Gehaltsliste haben", verrät ein Kölner Offizieller dem EXPRESS. Es geht um ein Leihgeschäft über zwei Jahre, inklusive Kaufoption.

Ohenhin hat sich Portugal zum FC-Tummelfeld entwickelt. Pedro Geromel als Super-Schnäppchen, dazu die Top-Stars Petit und Maniche. Man spricht Portugiesisch in Köln. Und das könnte so bleiben.

Da sind einerseits die Brasilianer, die sich wie Geromel in Portugal schon mal für den europäischen Fußball akklimatisiert haben. Und da sind die bestens geschulten portugiesischen Kicker, viele tolle Techniker, die dem FC in der Offensive weiterhelfen können.

Wie Yannick. Der kann sowohl auf den Außenbahnen aushelfen, als auch im Sturmzentrum. Denn dort fehlt derzeit noch Milivoje Novakovic, auch Lukas Podolski hat Probleme. Manasseh Ishiaku ist zwar seit geraumer Zeit wieder im Training, doch eine ernstzunehmende Alternative ist er nicht.

Trotz aller Dementis gibt es beim FC große Zweifel an seiner Gesundheit. Ishiaku ist ein großartiger Fußballer, aber zu langsam - offenbar fordert sein seit Jahren schmerzendes Sprunggelenk seinen Tribut. Ishiaku entwickelt sich zum teuersten Flop in der Meier-Amtszeit.

Aber der Manager hat die Antwort parat. Sie heißt Yannick, ist ein Lissaboner Eigengewächs - und könnte schon in der nächsten Woche vorgestellt werden.

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