„Wir haben noch keine Ahnung, wie wir unsere Offensivpositionen in der neuen Saison besetzen.“ Volker Finke am Freitagabend zum EXPRESS. Doch die Weichen Richtung Zukunft werden schon mit Volldampf gestellt.
Ein Baustein dabei war Finkes Gespräch mit Tunesiens Zouhaier Dhaouadi, den der Kölner Sportchef schon länger auf dem Zettel hat und der nach afrikanischen Medienberichten dem FC schon eine Zusage über einen Vier-Jahresvertrag gegeben hat.
„Da ist noch nichts fix, weil wir nicht wissen, wie es hier mit unseren Spielern weitergeht“, bremst Finke. „Aber das ist ein richtig guter Spieler - keine Frage! Wir haben ihn schon länger beobachtet, ich kenne ihn auch.“
Aber: Auch da sind gewisse Vorentscheidungen schon gefallen. Wie EXPRESS erfuhr, plant Finke, den polnischen Nationalspieler Slawomir Peszko nach dessen Heim-Europameisterschaft zu Geld zu machen.
Russische Klubs hatten schon im Winter Interesse angemeldet. Nun teilte der Sportchef Peszko-Berater Andreas Grajewski mit, dass der Flügelflitzer im Sommer gehen könne – für eine Ablöse von 2,5 Millionen Euro!
Klar ist: Der FC bekommt längst nicht alles von dem Transfererlös, denn Investor Franz-Josef Wernze hat sich für das Bereitstellen der Ablösesumme (das waren damals 500.000 Euro) rund die Hälfte der Transferrechte gesichert - und würde dann natürlich dementsprechend beteiligt.
Wichtiger aber wäre eigentlich die Klärung der Stürmerfrage: Kandidat Mame Biram Diouf wechselt von Manchester United zu Bundesliga-Konkurrent Hannover 96. Bleibt noch Coimbras Eder, mit dem Finke verhandelt.
Der Kölner Sportchef hat aber auch noch Alternativen im Sinn: „Wenn wir einen Stürmer finden, soll er morgen zur sportärztlichen Untersuchung kommen und Dienstag auf der Transferliste sein.“
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