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Nach Remis in Aue: Schmadtke: „Das reicht nicht für den Aufstieg“

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FC-Manager Jörg Schmadtke gab sich nachdenklich nach dem Remis.
FC-Manager Jörg Schmadtke gab sich nachdenklich nach dem Remis.
Foto: Herbert Bucco
Köln –  

Jörg Schmadtke (49) wusste nach dem Abpfiff nicht so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. Das 2:2 in Aue hatte auch den FC-Manager emotional mitgenommen.

Im EXPRESS-Interview legt er den Finger in die Wunde: „So wird das nicht reichen für den Aufstieg“, sagt der 49-Jährige.

Jörg Schmadtke, alles bereit für den Karneval?

Ja, klar und ich freue mich auf Montag. Ich finde, man sollte die Dinge klar trennen: Der Karneval, der zur Stadt, zur Folklore und damit auch zu diesem Klub gehört. Und die sportlichen Leistungen.

Die nicht so gut sind derzeit. Wie fällt Ihr Aue-Fazit aus?

Fakt ist, dass wir 60 Minuten wirklich schlecht gespielt haben. Und zwar alle. In der Pause war ich sehr sauer und wollte schon fast aus der Haut fahren und deutlich werden. Aber das hat ja dann Peter Stöger in seiner Ansprache für mich erledigt.

Fest steht aber auch, dass wir uns danach gegen die Niederlage gestemmt haben und noch einen Punkt geholt haben.

Welchen Schluss zieht man daraus?

Das eine zeigt: Wenn wir so weitermachen, dann wird das nicht reichen für den Aufstieg. Das andere zeigt: Wir haben Comeback- und Nehmer-Qualitäten, die im Endspurt noch sehr nützlich sein können.

Trotzdem müssen wir schleunigst wieder in die Spur kommen. Denn das alleine langt nicht. Wir müssen zurückfinden zu einem ordentlichen Passspiel, zu klaren Aktionen. Sonst bekommen wir große Probleme.

Anthony Ujah (l.) kriegt den Ball nicht am Aue-Keeper Martin Männel (r.) vorbei.
Anthony Ujah (l.) kriegt den Ball nicht am Aue-Keeper Martin Männel (r.) vorbei.
Foto: dpa

Aber am Freitag kommt mit Cottbus das Tabellenschlusslicht, das man im eigenen Stadion mit 4:0 auseinandernahm. Die Gelegenheit, für einen Befreiungsschlag?

Ich kann da nur sehr warnen. Ich war am Freitag in der Lausitz: Mit dem Sieg gegen Kaiserslautern sind die noch mal zum Leben erwacht. Die wissen, dass es zwar furchtbar eng wird, sie aber wieder eine Chance haben.

Das bringt drei Effekte: Einmal ist der Glaube ans Überleben zurück. Zum zweiten wird es eine ganze andere emotionale Ansprache geben können. Zum dritten weiß jeder Einzelne: Wenn es nicht reicht, sollte ich mich zumindest durch gute Leistungen für andere Klubs empfehlen. All das macht Cottbus zu einem sehr unangenehmen Gegner.

Das heißt für den FC?

Dass wir auf der Hut sein müssen. Ich bin dagegen, alles schlecht zu machen, wir haben immer noch vier Punkte Vorsprung. Aber es muss hier auch jedem klar sein, dass es so nicht weitergeht. Und da hilft der Blick auf den vermeintlichen großen Konkurrenten Kaiserslautern wenig. Unsere Konkurrenten heißen jetzt Fürth, Paderborn und Karlsruhe. Es wird Zeit, dass wir wieder in die Spur kommen.

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